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Kaum ein Durchkommen ist auf dem Weg zwischen der Straße Am Lohrberg und der Nußgartenstraße.
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Kaum ein Durchkommen ist auf dem Weg zwischen der Straße Am Lohrberg und der Nußgartenstraße.

Seckbach

Frankfurt-Lohrberg: Verwilderung der „Brennessel-Allee“ wird zum Problem

Auf dem Weg zum Lohrberg verwildert an manchen Stellen der städtische Quellenwanderweg. Anwohnerinnen und Anwohner fürchten, dass morsche Bäume umstürzen könnten.

Frankfurt - Von der „Brennnessel-Allee“ sprechen die Anwohnerinnen und Anwohner der Straße Am Lohrberg. Nicht, weil der schmale Weg zwischen Am Lohrberg und der Nußgartenstraße offiziell so hieße. Der Weg ist derart mit Brennnesseln zugewachsen, dass er Spaziergängerinnen und Spaziergängern in kurzem Kleid oder kurzer Hose ziemlich sicher eine kleine Rheuma-Kur verpasst – auch wenn man darauf lieber verzichten würde.

Nur eine rund 30 Zentimeter breite Gasse ist an manchen Stellen noch denjenigen geblieben, die zu Fuß dort auf ihrem Quellenwanderweg entlang kommen oder mit dem Rad durchfahren. Eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, ärgert der Zustand des Weges sehr. Nicht nur wegen der vielen Brennnesseln.

Frankfurt: Morsche Bäume am Lohrberg beunruhigen Bevölkerung

Beim jüngsten Sturm hat der Wind eine Silberweide und einen Pflaumenbaum umgeworfen. Quer über den Weg lagen die Bäume. Bei der Silberweide konnte sich die AnwohnerinF durchzwängen. Bei dem Pflaumenbaum sei das nicht gegangen. „Das war ein großer Baum mit vielen Blättern.“ Wie eine Wand habe er den Weg blockiert. Mehrmals habe sie das beim Grünflächenamt gemeldet – ohne Ergebnis. Erst nachdem ein Nachbar selbst die Motorsäge angeschmissen hatte, war der Weg wieder passierbar.

Die Anwohnerin sagt, sie fühle sich nicht mehr sicher. Abgestorbene Bäume stehen auf dem verwilderten Grundstück neben dem Weg. Viele sind in eine dicke Efeu-Decke gehüllt. So auch der umgestürzte Pflaumenbaum. Die Anwohnerin fürchtet, dass sie oder jemand anderes eines Tages unter einem Baum steht, der umstürzt. Auch ein Nachbar hat seine Zweifel, „ob der Weg verkehrssicher ist. Die Bäume sind so morsch.“ Auch ohne Sturm stürzten Bäume, fielen Äste herab.

Frankfurt: Amt verweist Problematik am Lohrberg zurück an die Eigentümer

Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) in Frankfurt, das für den Weg zuständig ist, verweist in dieser Frage auf die Eigentümerinnen und Eigentümer der Grundstücke, auf denen die Bäume stehen. Diese müssen Sorge dafür tragen, dass die Verkehrssicherheit im angrenzenden öffentlichen Bereich sichergestellt wird. Die Mitarbeiter des ASE könnten die Standsicherheit oder den Gesundheitszustand eines Baumes nicht beurteilen. Ebenso sei es Aufgabe des Grundstückseigners, die umgestürzten Bäume zu entfernen, sagt Ulrich Rendel vom ASE. „Selbstverständlich ist es nicht in Ordnung, dass Anwohner oder Nutzer des Weges diesen von umgestürzten Bäumen freiräumen müssen.“

Zumal der Weg zwischen Am Lohrberg und Nußgartenstraße Teil des Quellenwanderwegs ist, wie die Anwohnerin verweist. Die Stadt bewirbt ihn etwa mit einem Flyer. Es kommen also auch Wanderer von außerhalb. Das sei kein gutes Aushängeschild für die Stadt, findet die Anwohnerin. Überdies seien in der Nußgartenstraße am Wochenende „wirklich viele Menschen auf dem Weg zum Lohrberg unterwegs“, sagt sie. Nur: Auf der Nußgartenstraße teilen sich Autos, Radfahrer:innen und Fußgänger:innen dieselbe Verkehrsfläche. Einen Gehweg, der Autos und Fußgänger:innen trennt, gibt es nicht. Der Ortsbeirat 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach) sah darin ein Sicherheitsrisiko und forderte 2017, einen Gehweg einzurichten. Auch die Anwohnerin hält das für eine gute Idee. Die Stadt lehnte allerdings ab und verwies auf den Alternativweg für Fußgänger:innen, die Brennnessel-Allee.

Das ASE kündigte jetzt an, den Weg zu kontrollieren. „Sollte ein Mähdurchgang erforderlich sein, dann wird dieser umgehend veranlasst“, sagt Rendel zu. Grundsätzlich werde der Weg drei Mal im Jahr gemäht, in diesem Jahr bereits zwei Mal, im Mai und Ende Juni. „Aufgrund der äußerst feuchten Witterung in den vergangenen Wochen sind die Brennnesseln vermutlich wieder sehr schnell nachgewachsen.“

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