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Kleine Lösung für den Lachweg in Eschersheim

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Von: Dennis Pfeifer-Goldmann

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Der Bahnübergang am Lachweg ist seit Juli gesperrt.
Der Bahnübergang am Lachweg ist seit Juli gesperrt. © Peter Jülich

Als Ersatz am geschlossenen Bahnübergang kommen nur noch zwei Varianten in Frage. Eine davon könnte ein kleiner Fuß- und Radweg in der Nähe sein.

Für den seit Juli geschlossenen Bahnübergang im Lachweg könnte es tatsächlich nur einen etwas kleineren Ersatz geben. Darüber denkt die Stadt offenbar intensiv nach. „Wir untersuchen eine direktere kleinere Lösung für den Fuß- und Radverkehr näher am ehemaligen Bahnübergang Lachweg“, untermauert aktuell auf Anfrage Kim Bartelt, Referent von Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne), solche bereits früher angekündigten Pläne.

Seit 9. Juli ist der Bahnübergang geschlossen. Er ist dem Ausbau der Main-Weser-Bahn im Weg, auf der bis Ende 2023 zwei eigene Gleise für die S 6 entstehen. Obschon seit vielen Jahren klar ist, dass der Bahnübergang wegfällt, hat sich die Stadt noch nicht auf eine Lösung festgelegt. „Gute Planung ist Grundlage einer guten Entscheidung“, betont Bartelt.

Aktuell liefen in der Verkehrsverwaltung ebenso die Untersuchungen weiterhin, eine Straßenüberführung etwas nördlich an der Straße Im Mellsig zu bauen, erläutert der Referent. Die Prüfung der kleineren Lösung laufe parallel dazu. „Nach Abschluss der Untersuchungen wird der Magistrat über die weitere Vorgehensweise entscheiden und berichten können“, kündigt Kim Bartelt an und ergänzt: „Über Teilergebnisse noch in diesem Jahr.“

Dann seien auch Aussagen über die weiteren Planungsschritte, Eingriffe in den Landschaftsschutz und private Grundstücke sowie die Machbarkeit einer kleineren ortsnahen Lösung möglich. Wie schnell es einen Ersatz für den geschlossenen Bahnübergang gebe, „hängt maßgeblich daran, für welche Variante man sich entscheidet“, unterstreicht der Referent. Laut Magistrat würden für eine neue Straßenverbindung Im Mellsig noch Grundstücksankäufe fehlen.

Stefan Majer hatte zuletzt im April erklärt, dass die Stadt mehrere Lösungen untersuche. Dabei geht es aber nur noch um die zwei Varianten. Laut Dezernent könnte die kleine Lösung als Unterführung nur für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen gebaut werden. Der Autoverkehr werde dann dauerhaft über Weißer Stein und die Maybachbrücke geführt.

Im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) wertet man das als Horrorszenario. Schließlich ist die Strecke die direkte Ortsverbindung zum Frankfurter Berg. Die Umleitung für sämtlichen Verkehr auf Rädern kostet nicht nur viel Zeit, sondern führt auch mitten durch den Eschersheimer Ortskern. Die Bahn hat einen Neubau des Bahnübergangs abgelehnt, da die Schließzeiten der Schranken nach dem Ausbau der Strecke zu lange dauern würden.

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