Verkehr in Frankfurt

Ein Lastwagen beschädigt in Seckbach ein Haus

  • schließen

Ein Lastwagen beschädigt im Vorbeifahren die Hauswand eines Cafés an Wilhelmshöher Straße. Die Bürgerinitiative „Verkehrsberuhigung Wilhelmshöher“ moniert, dass Lkw durch den Ortskern abkürzen.

Seit Mittwochmorgen fehlt an der Hauswand über dem Café Wilhelmshöhe ein Stück des Erkers. Ein Lastwagen-Fahrer hat auf der Wilhelmshöher Straße offenbar nicht richtig aufgepasst und im Vorbeifahren eine Ecke einer Hauswand beschädigt.

„Diese Höhe erreicht ein Lkw von niedriger Gewichtsklasse gar nicht, das muss mindestens ein Zwölf-Tonner gewesen sein“, sagt Bonny Fischer von der Aktionsgruppe „Verkehrsberuhigung Wilhelmshöher“. Sie ärgert sich, dass immer wieder Lastwagen über den erlaubten 7,5 Tonnen ihren Weg ins Industriegebiet durch die Ortsmitte von Seckbach abkürzen.

Um 6 Uhr sei alles noch in Ordnung gewesen, eine Stunde später habe ein guter Meter der Fassade in kleinen Brocken auf dem Gehsteig gelegen. Das zeigt auch ein Foto in der Facebookgruppe der Initiative. „Wir können froh sein, dass um diese Uhrzeit noch niemand auf dem Bürgersteig gestanden hat. Das war jetzt quasi die leichte Form davon, was passieren kann“, sagt Fischer. „Wenn so ein großer Lkw knapp und meistens zu schnell vorbeifährt, merkt man den Sog vom Fahrtwind. Für Kinder ist das echt gefährlich.“

Seit vielen Jahren kämpfen die Seckbacher für eine Verkehrsberuhigung auf Wilhelmshöher Straße, auf der täglich 14 000 Fahrzeuge, größtenteils Pendler, den Stadtteil durchqueren. Erst in diesem Monat hatte die Initiative mit einer Protestaktion Kraftfahrer darauf aufmerksam gemacht, den Mindestabstand zu Fußgängern auf dem Gehsteig einzuhalten. „Der Vorfall zeigt wieder, dass die Verkehrssituation, die der Magistrat auf der Wilhelmshöher duldet, untragbar ist“, so Fischer. Sie würden sich darin bekräftigt fühlen, weiter für höhere Sicherheitsmaßnahmen und mehr Kontrollen zu kämpfen.

Der Polizei war der Vorfall nicht bekannt. Im Rahmen von Streifen hätten sie ein Auge darauf, sagt Polizeisprecher Manfred Füllhardt. „Wir ahnden, was wir sehen. Aber wir können natürlich nicht immer vor Ort sein.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare