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Ebbelwei in konzentrierter Form

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Von: Alexandra Flieth

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Philipp Mörschel (r.) und Christian Holzschuh (l.) produzieren den „Apfeltau“. Ausgeschenkt wird er unter anderem von Gastronom Robert Gasser (Mitte) in der Gaststätte Zum Rad.
Philipp Mörschel (r.) und Christian Holzschuh (l.) produzieren den „Apfeltau“. Ausgeschenkt wird er unter anderem von Gastronom Robert Gasser (Mitte) in der Gaststätte Zum Rad. © Rainer Rüffer

Freunde in Seckbach und Hanau haben ein Start-Up-Unternehmen gegründet und brauen aus Frankfurts Nationalgetränk eine Spirituose namens Apfeltau. Die Spirituose aus gefrorenem Apfelwein wird in der Gaststätte Zum Rad in Seckbach ausgeschenkt.

Philipp Mörschel und Christian Holzschuh kennen sich seit ihrer Schulzeit und sind gute Freunde. Eine Idee, die Mörschel seit zehn Jahren sprichwörtlich „in der Schublade“ aufbewahrte, bringt die beiden seit geraumer Zeit nun auch geschäftlich zusammen. Sie gründeten mit beratender Unterstützung weiterer Freunde in der Zeit der Corona-Pandemie ein Start-up, mit dem sie dem Frankfurter Nationalgetränk, dem Apfelwein, ein neues Gewand geben. „Apfeltau“ nennen sie ihr Produkt, das durch ein spezielles Verfahren den Geschmack von traditionellem Ebbelwei in eine konzentrierte Form bringt.

„Wir frieren Apfelwein ein“, erklärt Christian Holzschuh, der mit seiner Familie in Seckbach lebt und für die Öffentlichkeitsarbeit des Start-ups zuständig ist. Es sei ein mehrstufiger Prozess, bei dem das gefrorene Wasser, das im Apfelwein enthalten ist, weggenommen werde. „Bei uns bleibt aber alles drin und ist noch intensiver“, sagt er. Je weniger Wasser, desto höher sei am Ende das Konzentrat. „Und je kälter der Einfrierungsprozess, desto höher ist der Alkoholgehalt“.

Als Grundlage für ihren „Apfeltau“, den es in den Geschmacksrichtungen sauer, mild und lieblich gibt, nutzen sie Apfelwein regionaler Keltereien „in gleichbleibender Qualität“, wie Mörschel es formuliert, der seit seinem 18. Lebensjahr selbst gerne keltert und promovierter Chemiker ist. „Sauer“ greift den ursprünglichen Geschmack des Apfelweins auf. Der „milde Apfeltau“ soll diejenigen ansprechen, die es etwas weniger sauer lieben. Die liebliche Sorte eignet sich gut als Getränk zum Dessert oder für einen Aperitif wie den „Apfeltau Spritz“.

„Wir haben sehr lange ausprobiert, bis wir den Geschmack und auch den Alkoholgehalt so hatten, wie wir es uns vorgestellt haben“, so Holzschuh. Als Testpersonen seien Freunde und Bekannte herangezogen worden. „Wir haben bei ihnen auch den Alkoholgehalt abgefragt und sind am Ende bei 21 Prozent angekommen“, fügt er hinzu.

Auch bei der Namensgebung haben sich die beiden Gründer Unterstützung in der Familie und bei Freunden gesucht: „Wir haben Umfragen gemacht, und der Name Apfeltau hat uns am besten gefallen“, so Holzschuh weiter. Dieser sei mittlerweile auch markenrechtlich geschützt. Der Sitz der Produktion ist in Hanau-Steinheim. Die beiden Start-up-Gründer sind in der Nachbarstadt zur Schule gegangen, Mörschel lebt dort auch heute mit seiner Familie.

Nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, auch in anderen Bundesländern habe ihr Produkt schon Fans gefunden. Ein solcher ist auch Robert Gasser vom alteingesessenen Apfelweinlokal mit Kelterei „Zum Rad“ in Seckbach, wo der Apfeltau bereits ausgeschenkt wird und gut ankomme, wie der Gastronom erzählt.

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