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Digital und selbstbestimmt lernen in Seckbacher Schule

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Von: Fabian Böker

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Die Friedrich-Ebert-Schule geht neue Wege zum Jubiläum. Schüler und Schülerinnen sollen mit Tablets ihr Lernprogramm selbst gestalten.

Das Jahr 2022 steht an der Seckbacher Friedrich-Ebert-Schule ganz im Zeichen des Jubiläums. Seit 101 Jahren besteht die Integrierte Gesamtschule und Ganztagsschule schon, wegen Corona konnte das runde Jubiläum im Vorjahr nicht gefeiert werden. Das wird nun am 23. September nachgeholt, mit einem großen Fest an der Schule in der Arolser Straße 11.

An diesem Tag soll es einen Festakt geben, und natürlich werde auch auf die bisherige Geschichte der Bildungseinrichtung zurückgeblickt, erklärt Ansgar Kirschner, Stufenleiter der Jahrgänge sieben und acht. „Vor allem aber wollen wir die Gelegenheit nutzen, um nach vorne zu schauen.“

Denn zum neuen Schuljahr geht die Friedrich-Ebert-Schule neue Wege. Sie wird dann ihr bereits existierendes Projekt namens Lernatelier erweitern, indem sie für alle Schüler und Schülerinnen der fünften Klassen Tablets anschafft. Rund 90 bis 100 Kinder erwarte man in den vier Klassen des Jahrgangs, so Kirschner. „Bei der Anmeldung an unserer Schule verpflichtet man sich, das Tablet anzuschaffen.“

Das Projekt sei einzigartig in Frankfurt. Das bestätigt auch das Bildungsdezernat. Ein solches Vorhaben sei „uns von anderen Frankfurter Schulen derzeit nicht bekannt“, teilt eine Sprecherin mit. Das Projekt wird durch die Schule eigenverantwortlich umgesetzt, die Kosten tragen die Eltern. Sollte eine Familie Probleme bei der Finanzierung haben, hilft der Förderverein.

Den Hochsprung filmen

Kirschner erklärt, welche Vorteile die Computer habe, vor allem im Vergleich zu so genannten Whiteboards, die sich andere Schulen anschaffen, für bis zu 20 000 Euro. „Das ist dann am Ende doch der gleiche Unterricht wie bei unseren Eltern, nur eben mit modernen Mitteln.“ Die Friedrich-Ebert-Schule wolle die Stunden anders gestalten.

Die Schüler und Schülerinnen bekommen bereits jetzt im Rahmen des Projektes Lernatelier Arbeitspläne, die sie eigenständig erfüllen. Wann, wird ihnen überlassen. Mit den Tablets verstärke man diesen Ansatz, so Kirschner. Auf den mobilen Computern könnten sich die Kinder dann beispielsweise einen Text auf Englisch anhören. Je nach Leistungsstand aber so oft, wie es nötig sei. Die Lehrkraft speist dann über ein entsprechendes Programm die Aufgaben ein, die die Kinder anschließend erfüllen.

Zum Einsatz kommen sollen die Tablets vor allem in den Fächern Englisch, Deutsch und Mathe. Kirschner denkt aber zum Beispiel auch an den Sportunterricht: „Da könnten sich die Jungs und Mädchen beim Hochsprung filmen und danach die Techniken besprechen.“

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