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Nach links in Richtung Bornheim darf man derzeit nicht abbiegen. Foto: Privat
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Nach links in Richtung Bornheim darf man derzeit nicht abbiegen.

Seckbach

Chaos auf der Wilhelmshöher Straße

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Anwohner und Anwohnerinnen ärgern sich über neue Verkehrsführung. Wegen der Sanierung der Seckbacher Hauptstraße hat die Stadt die Vorfahrt an der Kreuzung Heinz-Herbert-Karry-/Arolser und Wilhelmshöher Straße geändert.

Wenn Uwe Berndt derzeit nach Bornheim möchte, wird es kompliziert. Zwar wohnt der Seckbacher nur wenige Minuten vom benachbarten Stadtteil entfernt auf der Wilhelmshöher Straße. Doch weder mit dem Auto noch mit dem Fahrrad komme er problemlos ans Ziel. Grund ist die neue Verkehrsführung, die an der Kreuzung Heinz-Herbert-Karry-/Arolser und Wilhelmshöher Straße gilt.

Seit Mitte März wird die Wilhelmshöher saniert. In drei Jahren soll der Abschnitt zwischen Karry- und Atzelbergstraße fertig sein. Vor kurzem gab die Stadt die Kreuzung Wilhelmshöher /Atzelbergstraße wieder für den Verkehr frei, der sich nun durch die Atzelbergsiedlung schlängelt. Zugleich änderte sie die Vorfahrt am Anfang der Heinz-Herbert-Karry-Straße. Diese haben nun Verkehrsteilnehmer:innen, die nach Bornheim fahren oder von dort kommen. Wer von der Wilhelmshöher kommt, muss die Vorfahrt achten.

Den Planern sei ein erheblicher Lapsus unterlaufen, ist Anwohner Berndt überzeugt: Denn Verkehrsteilnehmer:innen dürfen nicht mehr von der Wilhelmshöher nach links gen Innenstadt abbiegen, sondern nur nach rechts Richtung Atzelberg. „Ein absolutes Unding!“ Dort gebe es keine legale Wendemöglichkeit. Man könne nur in die Arolser Straße – eine Sackgasse – bis zum Ende fahren und dort im Wendehammer drehen, um nach Bornheim zu fahren. Viele bögen deshalb illegal nach links ab.

Gerade für Radfahrende sei es „ein unerträglicher Zustand“. Die Rücksichtslosigkeit der meisten Auto- und Busfahrenden mache es unmöglich, aus der Wilhelmshöher Straße kommend auf den Radweg gen Bornheim zu gelangen. Man müsse das Rad bis zur nächsten Ampel schieben und dort die Straße überqueren. Berndt möchte das nicht hinnehmen. „Wir werden uns zur Wehr setzen und im Zweifel Unterschriften sammeln.“

Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, erklärt, „das Rechtsabbiegegebot aus der Wilhelmshöher Straße in die Heinz-Herbert-Karry-Straße wurde aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse angeordnet“. An der Kreuzung gebe es eine Steigung, zudem sei dort ein Baufeld, in dem Baufahrzeuge abgestellt werden. Dadurch bestehe die Gefahr, „dass aus der Atzelbergstraße kommende Kraftfahrzeuge nicht wahrgenommen werden und es zum Zusammenstoß kommt“.

Die Notwendigkeit der Anordnung werde, sobald sich die Verkehrslast auf der Umleitungsstrecke normalisiert habe, nochmals einer kritischen Prüfung unterzogen, kündigt Kraft an.

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