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Arbeiten im Trieb: Gasleitung defekt

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Von: Boris Schlepper

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Die Arbeiten in der Straße Im Trieb haben bereits begonnen. Zwei Gärten mussten geräumt werden.
Die Arbeiten in der Straße Im Trieb haben bereits begonnen. Zwei Gärten mussten geräumt werden. © Boris Schlepper

Wegen einer defekten Gasleitung muss die Straße Im Trieb in Seckbach zwei Monate lang gesperrt werden. Im Anschluss wird der Riedgraben verbreitert, damit die Parzellen des Kleingartenvereins Nord-Ost bei Starkregen nicht mehr überflutet werden.

Die Gasleitung, die unter der Straße Im Trieb verlegt ist, wird repariert. Die Netzdienste Rhein-Main müssten derzeit ein etwa 60 Meter langes Stück der Hochdruck-Pipeline erneuern, teilt ein Mitarbeiter der Mainova-Tochter auf Anfrage mit. Voraussichtlich im Januar werde die Straße dafür sechs bis acht Wochen voll gesperrt. Spätestens bis März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Gasleitung habe im Bereich der kleinen Brücke über den Riedgraben einen Defekt. Die Stromversorgung, durch die die Pipeline vor Korrosion geschützt werde, sei unterbrochen, so der Mitarbeiter. Langfristig könne sie dort rosten. Da das Gasrohr, durch das Gas mit 16 Bar ströme, nicht mehr durch das Brückenbauwerk verlaufen dürfe, müsse sie durch zwei angrenzende Gärten verlegt werden, wo bereits die Zäune entfernt worden sind. Die Eigentümer erhielten Entschädigungen, auch werde in den Parzellen nachgepflanzt. Die Zeuläcker- und Hochstädter Straße seien von der Maßnahme nicht betroffen.

Nichts zu tun habe die Reparatur der Netzdienste mit den geplanten Arbeiten der Stadtentwässerung am Riedgraben, sagt Mitarbeiterin Stefanie Toth. Sie sollen im Anschluss beginnen, „wir sind gerade in der Ausschreibungsphase“.

Das Amt will die Gärten der Häuser an der Zeuläckerstraße und die Parzellen des Kleingartenbauvereins Nord-Ost (KGV) vor weiteren Überschwemmungen schützen. Seit Jahren schon klagen die Gärtner und Anwohner:innen dort, dass bei ihnen nach Starkregen Land unter herrscht (die FR berichtete).

Arbeiten am Riedbach

Bei „einem Jahrhundertereignis“ könne das Projekt zwar nicht viel ausrichten, sagt Toth. Doch solle es helfen, dass die Gärten nicht bei jedem Regen volllaufen. Dafür möchte die Stadtentwässerung den Riedgraben zwischen der Straße Im Trieb und dem VGF-Betriebshof etwas verbreitern und kleine Buchten anlegen.

Das Gelände zu den tieferliegenden Gärten soll modelliert werden und Abflüsse mit Klappen erhalten, durch die nur Wasser in den Graben gelangen kann. Erneuern will die Behörde zudem die Leitung, die unter dem Weg Am Ulmenstück verläuft, sagt Toth: „Das wird die Situation erheblich entlasten.“

Damit der Riedgraben künftig besser betreut werden kann, will die Stadtentwässerung auf der nördlichen Seite des Bachlaufs einen Unterhaltsweg anlegen. Dafür müssten die Zäune der angrenzenden Gartenparzellen des Kleingartenvereins um bis zu fünf Meter in die Anlage zurückversetzt werden. Das Vorhaben sei mit dem Kleingartenverein abgesprochen, sagt Stefanie Toth, diesem werde „nichts übergestülpt“.

Auch profitiere der Verein davon, da das Wasser aus dem Riedgraben künftig nicht mehr in die Gärten drücke. Der Parkplatz des KGV werde bei starkem Regen zwar voraussichtlich immer noch unter Wasser stehen, da er in einer Senke liege, und über den höher liegenden Riedgraben entwässert wird. Doch werde eine Klappe verhindern, dass aus diesem zusätzlich Wasser einfließt.

Nach Gewitter, Unwetter und Starkregen in Frankfurt ist das Gelände vom Kleingartenverein KGV Nord-Ost in Frankfurt-Seckbach komplett überschwemmt, das Wasser kann nicht abfließen.
Nach Gewitter, Unwetter und Starkregen in Frankfurt ist das Gelände vom Kleingartenverein KGV Nord-Ost in Frankfurt-Seckbach komplett überschwemmt, das Wasser kann nicht abfließen. © Peter Jülich

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