Die meisten Wege im Huthpark sind ausgewaschen und müssen saniert werden. 
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Die meisten Wege im Huthpark sind ausgewaschen und müssen saniert werden. 

Seckbach

Apfel- und Birnbäume für den Seckbacher Huthpark

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Das Grünflächenamt saniert Wege in der denkmalgeschützten Grünanlage. Außerdem sollen einige historische Details wieder hergestellt werden - etwa eine Ecke mit Obstbäumen.

Das Grünflächenamt möchte den Huthpark aufwerten. Eine Veränderung in seiner Gestalt wird die denkmalgeschützte Grünanlage dabei nicht erfahren, sagt Amtsleiterin Heike Appel auf Anfrage. Die Behörde will vor allem die Wege erneuern. Zudem sollen historische Details des Parks wieder hergestellt werden. Sie rechnet mit Kosten von 1,2 bis 1,3 Million Euro.

Die Pläne für die Verschönerung stehen und könnten im Ortsbeirat 11 präsentiert werden. Sobald das Gremium grünes Licht gibt, wird die Bau- und Finanzierungsvorlage eingereicht. Appel hofft, dass das Projekt im Sommer ausgeschrieben werden kann, damit die Arbeiten noch Ende des Jahres beginnen. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von vier Monaten.“ Dabei werde in Abschnitten vorgegangen. Für die Parkbesucher soll es immer einen freien Weg geben.

Im Wesentlichen möchte das Grünflächenamt die Wege von Grund auf erneuern. Diese seien zum Teil stark ausgewaschen und beschädigt, so Appel. Sowohl die Tragschichten als auch die Wegedecken und -kanten sollen saniert werden. Auch die Standorte der Bänke will die Behörde überarbeiten. Am Verlauf und der Breite der Wegen werde sich nichts ändern. Da die meisten Pfade ein starkes Gefälle haben, müssten jedoch zahlreiche Querrinnen eingebaut werden, um das Regenwasser abzuführen.

Grunderneuert werden sollen der nördliche Parkweg, der parallel zum Auerweg verläuft, und der westliche Parkweg entlang der Fitnessanlage. Darüber hinaus wird die Deckschicht auf einem Abschnitt des Probst-Göbels-Weges vom Café Bergstation bis zum Basketballplatz nachgebessert. Dort soll ein heller Asphalt zum Einsatz kommen. Der westliche Parkweg entlang der Unfallklinik (BGU) und der Tennisplätze sowie der Zugang in den Park von der westlichen Seite am Auerweg wird aufgrund der fortdauernden Arbeiten an der BGU bis Ende 2024 noch nicht berücksichtigt.

Zusätzlich zur Wegesanierung möchte das Grünflächenamt drei historische Details ergänzen. Das Denkmalamt hatte für das Projekt ein denkmaltopografisches Gutachten erstellen müssen, da der mehr als hundert Jahre alte Huthpark ein Kulturdenkmal ist. Dabei hätten die Mitarbeiter festgestellt, dass in einer Ecke im Nordosten des Areals ursprünglich Obstbäume gestanden hätten, sagt Appel. Diese sollen jetzt nachgepflanzt werden, etwa 15 bis 20 verschiedene Sorten. Auch wenn Obstbäume für einen öffentlichen Park „sehr ungewöhnlich“ seien.

Geplant sei zudem ein kleines, rechteckiges Pappel-Carré auf dem nördlichen Parkweg, sagt die Amtsleiterin, das es alten Unterlagen zufolge einmal im Huthpark gegeben hat. An dieser Stelle verbreitere sich der Weg. Dort sollen voraussichtlich vier Pappeln in die Erde kommen. Unterhalb des Krankenhauses wird in Zukunft ein Wegerondell angelegt, wo derzeit eine Kreuzung ist. Wie auch die Wegesanierung verzögert sich die dortige Umsetzung wegen der Bauarbeiten am BGU.

Schon jetzt befinde sich der Park weitgehend in seinem Originalzustand, sagt Appel. Er entstand 1910 bis 1912 nach Entwürfen von Gartenbaudirektor Carl Heicke und wurde unter dessen Nachfolger Max Bromme als Volkspark angelegt. Durch das Gutachten könne das Grünflächenamt genau sehen, welche Bäume wo gestanden haben.

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