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Der Lohrberg ist ein beliebtes Ausflugsziel. 

Frankfurt-Seckbach

Seckbach: Lohrbergbus attraktiver machen

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Der Ortsbeirat 11 hält an seiner Idee für eine Ringlinie fest. Die Stadt hat Bedenken, weil mehr Busse eingesetzt werden müssten.

Die vom Ortsbeirat 11 angeregte Änderung des „Lohrbergbusses“ zu einer Ringlinie ist vom Magistrat „nicht befürwortet“ worden. Der für Seckbach zuständige Ortsbeirat hat den Bericht der Stadtregierung nun aber zurück gewiesen, auch der Ortsbeirat 16 drückte sein Bedauern über die Absage aus.

Der Seckbacher Lohrberg ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Frankfurter, aber seit Jahren ist die Parksituation besonders an sonnigen Wochenenden sehr unübersichtlich, um es freundlich auszudrücken. Die Buslinie 83, die von der Friedberger Warte dorthin fährt, hat aufgrund der vielen Besucher die mit PKW anreisen regelmäßig Schwierigkeiten, ihr Ziel zu erreichen.

Um dieses Problem zu lösen, hat der Ortsbeirat 11 vorgeschlagen, dem Bus das Wenden zu ersparen, ihn stattdessen über die Vilbeler Landstraße auch den U-Bahnhof Enkheim anfahren zu lassen. So solle die Anreise mit dem ÖPNV attraktiver werden. Auch der Ortsbeirat 16, für Bergen-Enkheim zuständig, hatte sich der Idee gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Unlängst folgte die Absage.

„Es ist schade, dass die Stadt das nicht machen möchte“, sagte Ortsvorsteherin von Bergen-Enkheim, Renate Müller-Friese (CDU) bei der Sitzung am vergangenen Dienstag. Dort wurde der Magistratsbericht unter Enthaltung von SPD und FDP trotzdem angenommen.

Der Magistrat führte in seiner Begründung an, dass ein zweites Fahrzeug eingesetzt werden müsste, weil sich die gesamte Fahrzeit verlängern würde. Dazu komme noch die Baustelle an der Wilhelmshöher Straße und dass es „regelmäßig aufgrund des Kfz-Aufkommens zu Verzögerungen im Betriebsablauf“ komme.

„Wie soll sich das denn ändern, wenn der Bus für die Besucher aus der Innenstadt, dem Nordend und Bornheim nicht attraktiver wird?“, drückte Werner Skrypalle (SPD), Ortsvorsteher im Orrtsbeirat 11 sein Unverständnis aus.

Dort zeigte man sich einig, dass die Fahrtzeit des Busses so gering wie möglich gehalten werden müsse. Deshalb zwar die zweite Haltestelle am Schienennetz, der U-Bahnhof Enkheim, sonst aber keine weiteren umliegende Stadtteile angefahren werden müssten. „Der Berger Weg muss dringend entlastet werden“, fand auch Johannes Bomba (FDP).

Die CDU im Ortsbeirat 11 stellte den Antrag als Etatantrag für den Haushalt 2020/2021 erneut, „insbesondere während der Bauarbeiten auf der Wilhelmshöher Straße“ sollten die Mittel dafür eingestellt werden“, betonte Benjamin Wiewiorra (CDU).

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