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Polizei im Einsatz (Symbolbild).

Islamistische Szene in Rhein-Main

Sechs Haftbefehle nach Anti-Terror-Durchsuchungen

Verdächtige sollen einen Anschlag geplant haben. Zwei Männer aus Wiesbaden und ein Offenbacher sind darunter.

Nach der Polizeiaktion am Freitag gegen die islamistische Szene im Rhein-Main-Gebiet sitzen sechs Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Darunter sind zwei 31 Jahre alte Brüder aus Wiesbaden und ein 21-Jähriger aus Offenbach, wie die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, am Montag sagte. Diese sollen einen Terroranschlag geplant haben. Ihnen wird nach Angaben Niesens Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen zur Last gelegt. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. 

Insgesamt waren bei den Anti-Terror-Durchsuchungen in Hessen und Rheinland-Pfalz elf Menschen festgenommen worden. Rund 200 Polizisten waren am Einsatz beteiligt. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sollen die Tatverdächtigen gemeinsam geplant haben, einen Anschlag unter Einsatz eines Fahrzeugs und Schusswaffen zu verüben. Dabei sollten so viele "Ungläubige" wie möglich getötet werden. Verdeckte Ermittlungen hätten auf die Spur der Beschuldigten geführt, hieß es am Freitag. Bei den Hauptverdächtigen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um deutsche Staatsangehörige. Die Behörde machte keine Angaben darüber, wie weit die Anschlagspläne gediehen waren. (dpa)

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