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Ortsvorsteherwahl

Sechs Frankfurter Ortsbeiräte haben ihre Vorsteherinnen und Vorsteher gewählt

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  • Fabian Böker
    Fabian Böker
  • Katja Sturm
  • Sonja Thelen
    Sonja Thelen

In mehreren der Stadtteilgremien gab es einen Wechsel, die Grünen besetzen zwei weitere Posten. In manchen der Parlamente blieben die Gremienchefs im Amt.

Sieben Wochen nach den Kommunalwahlen in Hessen haben sechs Frankfurter Ortsbeiräte ihre Ortsvorsteher gewählt. Wir stellen sie vor.

Ortsbeirat 4

Hermann Steib (Grüne) wurde erneut Vorsteher im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend).

Hermann Steib (Grüne) ist bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats 4 (Bornheim, Ostend) in seinem Amt als Ortsvorsteher bestätigt worden. Der 67-Jährige gehört dem Stadtteilparlament – mit einer Pause von sechs Jahren – seit 1985 an und übernahm 2016 dessen Leitung. Die Wahl des geborenen Frankfurters erfolgte einstimmig mit einer Enthaltung. Steib bedankte sich für das Vertrauen. Seine Partei stellt mit sechs Vertretern die größte Gruppe im aktuellen Gremium. Als Stellvertreterin wurde Sabine Rosenthal (SPD) bestimmt. Die kaufmännische Angestellte geht in ihre zweite Amtszeit als Mitglied des Ortsbeirates. Allein die drei Vertreter der CDU schlossen sich dem Votum des Plenums für die 43-Jährige aus Bad Hersfeld nicht an. Neben Rosenthal haben zwei weitere Sozialdemokraten, Ulrich Labonté und Volker Wolf, bei der vergangenen Kommunalwahl einen Sitz im Ortsbeirat bekommen. Auch die Partei Volt ist jetzt mit einer Stimme dabei. Die Bankkauffrau Lara Goertz wird die Interessen für die pro-europäische Bürgerbewegung vertreten. kaja

Ortsbeirat 6

Susanne Serke (CDU) durfte ihr Amt als Vorsteherin im Ortsbeirat 6 (Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach, Zeilsheim) behalten.

Susanne Serke (CDU) ist in der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats 6 (Frankfurter Westen) erneut zur Ortsvorsteherin gewählt worden. Alle 19 Mandatsträger stimmten für sie. Ebenfalls einstimmig wurde Birgit Puttendörfer (SPD) aus Griesheim zur stellvertretenden Ortsvorsteherin ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Michael Wanka an, der wie die meisten der bisherigen SPD-Ortsbeiratsfraktion nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Neue SPD-Fraktionsvorsitzende ist Petra Scharf aus Höchst. Für die alte und neue Ortsvorsteherin Susanne Serke beginnt damit die zweite Amtszeit an der Spitze des Gremiums. Die 41-jährige Bankbetriebswirtin aus Sossenheim ist seit 2011 Mitglied des Stadtteilparlaments. „Unabhängig von der Parteizugehörigkeit eint uns, dass uns der Frankfurter Westen am Herzen liegt und wir Lösungen für die Probleme finden möchten“, sagte Serke nach ihrer Wiederwahl. In der vergangenen Legislaturperiode habe man viel erreicht, aber einige wichtige, große Projekte seien noch in Arbeit – etwa die Beseitigung des Bahnübergangs Nied oder die Verwirklichung der Regionaltangente West. Es gelte, „die Umsetzung intensiv zu begleiten und gegebenenfalls korrigierend einzugreifen.“ hv

Ortsbeirat 7

Johannes Lauterwald (Grüne) ist der neue Ortsvorsteher im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen), der jüngste in Frankfurt..

Johannes Lauterwald (Grüne) ist neuer Ortsvorsteher des Ortsbeirats 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen). Er erhielt als einziger Kandidat elf Ja- und sieben Nein-Stimmen. Damit ist der 24-jährige Rödelheimer, der schon als Elfjähriger Ortsbeiratssitzungen besuchte, der jüngste Ortschef in Frankfurt. Die Grünen sind seit der Kommunalwahl Mitte März mit fünf Mitgliedern stärkste Kraft im westlichen Stadtteilparlament. Maximilian Kucera (CDU) und Rosemarie Lämmer (BFF) bezweifelten im Vorfeld der Wahl, ob Lauterwald aufgrund seines Alters die nötige Reife für ein solches Amt habe. „Ich kenne ihn zwar nicht persönlich“, so Kucera, selbst 20 Jahre alt. Er habe aber Posts in Lauterwalds persönlichen Facebook-Konto gelesen, in denen er sich mit Begriffen wie „WTF“ (What the Fu** – Was zur Hölle) gegen Rassismus und Diskriminierung gewandt habe. Kucera könne sich nicht vorstellen, dass sich Lauterwald als Ortsvorsteher neutral verhalte. Rückendeckung bekam Lauterwald von seiner Partei und der SPD. Die frühere Ortschefin Michaela Will (SPD) wurde mit einer Enthaltung die Stellvertreterin. the

Ortsbeirat 10

Wera Eiselt (Grüne) ist die neue Ortsvorsteherin im 10er, der für Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg und Preungesheim zuständig ist.

Wera Eiselt (Grüne) ist neue Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim). Sie löst Robert Lange (CDU) ab, der das Amt 15 Jahre lang inne hatte. Bei der Wahl entfielen sieben Stimmen auf den ehemaligen Amtsinhaber, zehn auf Eiselt. Zu Eiselts Stellvertreterin wurde – ohne Gegenkandidat oder -kandidatin – Anneliese Gad (SPD) gewählt. Wera Eiselt räumte ein, dass sie vor der Wahl etwas nervös gewesen sei. Nun aber freue sie sich auf ihre künftige Amtszeit, „die ich sicherlich anders gestalten werde als mein Vorgänger. Ich lasse aber alles auf mich zukommen, gewisse Routinen müssen sich erst entwickeln.“ Die Arbeit von Robert Lange sei „hervorragend“ gewesen, lobte sie. Lange selbst ging entspannt mit seiner Abwahl um. „Es ist klar, dass ein Ehrenamt immer nur auf Zeit ist. Ich bin vielmehr dankbar für die vergangenen 15 Jahre“, sagte er. Als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und des Ortsbeirats bleibe er weiterhin kommunalpolitisch aktiv. „Ich werde auch in Zukunft ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger haben“, versicherte er. bö

Ortsbeirat 13

Christdemokrat Yannick Schwander wurde als Ortsvorsteher für den Nieder-Erlenbacher Ortsbeirat 13 wiedergewählt.

Yannick Schwander (CDU) bleibt Ortsvorsteher des Ortsbeirats 13 (Nieder-Erlenbach). Darauf haben sich die Mitglieder des nördlichsten Stadtteilparlaments bei ihrer konstituierenden Sitzung geeinigt. „Der Ortsbeirat in Nieder-Erlenbach ist eine große Gemeinschaft, die konstruktiv und oft freundschaftlich miteinander umgeht“, lobte der 32-jährige Nieder-Erlenbacher und Sprecher von Bad Vilbel. „Das wünsche ich mir auch für die Zukunft.“ Etwa wenn es um jahrelange Themen geht, wie den Radweg zwischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach oder die fehlende Turnhalle für den Stadtteil. „Nächstes Jahr ist Nieder-Erlenbach seit 50 Jahren in Frankfurt eingemeindet. Wir bleiben dran und können dann hoffentlich beides feiern.“ Zu Schwanders Stellvertreter wird Henner Deutsch (Grüne) einstimmig gewählt. Neben ihm sitzt nun Annegret Rach statt Thomas Odemer, der in die Stadtverordnetenversammlung eingezogen ist. Rach war Stadtteilgruppensprecherin und will sich für Jugendliche, Senioren und Flüchtlinge stark machen. Parlamentarischer Schriftführer ist Ingo Kusch (SPD), Schriftführerin der Stadt ist weiter Sylvia Gericke. bi

Ortsbeirat 16

Alexandra Weizel (WBE) ist neue Ortsvorsteherin im Bergen-Enkheimer Ortsbeirat 16.

Alexandra Weizel (WBE) ist neue Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 16 (Bergen-Enkheim). Sie löst Renate Müller-Friese (CDU) ab, die nach zehn Jahren Amtszeit nicht mehr für den Posten kandidierte. Für Weizel ist es die erste Amtszeit. In der vergangenen Legislaturperiode war de 52-jährige Internistin stellvertretende Ortsvorsteherin. Ihre Liste, die WBE (Wir Bergen-Enkheimer), hatte bei der Wahl im März mit 26,9 Prozent die meisten Stimmen geholt. Weizel ist Ärztliche Geschäftsführerin des Katharinen-Krankenhauses und setzt auf einen kooperativen Führungsstil. „Wir engagieren uns hier alle für Bergen-Enkheim“, sagte sie. „Und wir ziehen an einem Strang.“ Schon lange vor der Sitzung am Dienstag hatten die anderen Vertreter erklärt, sie würden die Internistin wählen. Stellvertretender Ortsvorsteher ist Wilfried Bender (CDU). Der Bankkaufmann wurde, wie auch Alexandra Weizel, in offener Abstimmung bei nur einer Enthaltung – seiner eigenen – mit 18 von 19 Stimmen gewählt. Ebenso Nathalie Porth. Die Grünen-Politikerin ist in der neuen Legislaturperiode nun die parlamentarische Schriftführerin im Ortsbeirat 16. Die Musiklehrerin war schon in der vorigen Legislaturperiode im Gremium. tjs

Rubriklistenbild: © Grüne

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