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Das Panoramabad in Bornheim soll demnächst abgerissen werden. Der Neubau soll nur einige hundert Meter weiter entstehen.

Schwimmbäder in Frankfurt

"Schwimmbäder nicht sauber genug"

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Die Bäderbetriebe Frankfurt veröffentlichten eine Umfrage über die Wünsche der Gäste in den Frankfurter Schwimmbädern. Viele hätten gerne, dass Toiletten und Duschen sauberer sind.

Die Besucher der Frankfurter Schwimmbäder sind mit den Angeboten der Bäderbetriebe Frankfurt (BBF) weitgehend zufrieden. Das hat eine Umfrage ergeben. Allerdings: Viele Nutzer bemängelten auch die Hygiene in den Einrichtungen. BBF-Geschäftsführer Frank Müller sprach von einem „Wahrnehmungsproblem“. Grundsätzlich seien die Bäder sauber. Dennoch werde die Gesellschaft über Verbesserungen beraten.

Die BBF hatten für die Umfrage 1000 Frankfurterinnen und Frankfurter vom Institut TNS Emnid interviewen lassen. Ziel sei gewesen, Genaueres über die Ansprüche der Kunden zu erfahren, sagte Müller. Bei der Auswertung habe sich herausgestellt, dass es die Schwimmbadbetreiber mit drei nahezu gleich starken Nutzergruppen zu tun haben: Die einen wollten im Schwimmbad Sport treiben, die anderen nutzten die Einrichtungen als „Erlebnisbäder“ und kämen oft mit Kindern, und wieder andere seien sogenannte Erholungsgäste, die vor allem ihre Ruhe haben wollen.

Zumindest in den großen Bädern wie den Titus-Thermen, dem Rebstockbad oder dem geplanten Neubau des Panoramabades am Eisstadion wolle man allen drei Gruppen gleichermaßen gerecht werden, sagte Müller. Möglich sei das etwa durch „räumliche Trennung“. Sprich: Die Kleinkinder sollen nicht unbedingt dort spielen, wo sich die Rentner nach dem Saunagang ausruhen.

Positiv bewertet

Positiv beurteilten die Schwimmer vor allem die Erreichbarkeit der Bäder und die Wassertemperatur. Unterdurchschnittliche Noten gab es für die Sauberkeit. Insbesondere mit den Duschen und Toiletten sind die Kunden nicht zufrieden. Zugleich gaben die allermeisten Schwimmer an, dass ihnen die Hygiene besonders wichtig sei. Müller kann sich das mäßige Ergebnis bei der Sauberkeit nicht so recht erklären. Die Gesellschaft gebe viel Geld für Putzkräfte aus. Und objektiv gebe es auch keine Probleme mit der Hygiene. Das zeigten regelmäßige Tests, an denen auch das Gesundheitsamt beteiligt sei. Allerdings seien die Fliesen in den sanitären Einrichtungen oft abgenutzt. Das ändere zwar nichts an der Sauberkeit, „aber macht dann natürlich keinen guten Eindruck“. Außerdem gebe es eben Tage, an denen die Bäder besonders gut besucht seien. „Und dann können Sie nicht hinter jedem Gast einzeln wischen“, so Müller.

Besonders beliebt sind laut der Umfrage Schwimmkurse für Kinder sowie Geburtstagsfeiern im Schwimmbad. Potenzial sehen die Bäderbetriebe noch bei Wassergymnastik-Kursen und medizinischen Anwendungen. So gaben etwa 39 Prozent der Befragten an, sich für Angebote wie Massagen zu interessieren. Tatsächlich genutzt haben nur vier Prozent entsprechende Anwendungen.

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