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Schweizer Straßenfest: Kein Shoppen am Sonntag

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Von: Christoph Manus

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Trotz knapper Kasse soll am 9. Juli wieder getanzt werden auf der Schweizer Straße.
So sah es vor Corona beim Fest auf der Schweizer Straße aus. © Rolf Oeser

Läden an der Schweizer Straße im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen dürfen nun doch nicht beim Schweizer Straßenfest am Sonntag öffnen. Was dahinter steckt.

Frankfurt – Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat am Donnerstag in einer Eilentscheidung verboten, dass am Sonntag anlässlich des Schweizer Straßenfests in Sachsenhausen Läden an der Schweizer Straße und in deren Umgebung ausnahmsweise von 13 bis 19 Uhr öffnen dürfen. Damit gab es der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi recht, die im Auftrag der „Allianz für den freien Sonntag“ gegen den verkaufsoffenen Sonntag geklagt hatte. In diesem Bündnis, das seit Jahren sehr erfolgreich gegen aus seiner Sicht unzulässige Sonntagsöffnungen vorgeht, arbeiten Einrichtungen und Organisationen der evangelischen und der katholischen Kirche sowie Verdi zusammen.

Keine Sonntagsöffnung in Frankfurt: Allianz für freien Sonntag sieht eine Klatsche für die Stadt

Das Bündnis sprach am Donnerstagnachmittag von einer „Klatsche“ für die Stadt Frankfurt. Diese habe, wie das Gericht bestätigt habe, zum einen gegen Fristen verstoßen. Vorgeschrieben sei, dass die Allgemeinverfügung drei Monate vor dem verkaufsoffenen Sonntag veröffentlicht wird. Die Stadt habe dies aber erst fünf Tage vor der Veranstaltung getan. Verdi hatte zudem darauf hingewiesen, dass der Allgemeinverfügung die erforderliche Begründung fehle. Auch dem ist das Gericht laut Verdi gefolgt. Es genüge nicht, im Amtsblatt darauf hinzuweisen, dass die Begründung im Ordnungsamt eingesehen werden könne. (Christoph Manus)

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