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Auf der engen Straße fahren Radfahrer neben Autos und der Straßenbahn.
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Auf der engen Straße fahren Radfahrer neben Autos und der Straßenbahn.

Ausstellung in Frankfurt

Die Schweizer Straße umbauen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt zeigt in der neuen Ausstellung "Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt" Entwürfe, wie die Schweizer Straße in Sachsenhausen aussehen könnte.

Jeder Radfahrer könne eine Geschichte erzählen von den Konflikten, die er im Straßenverkehr erlebt habe, sagt Andrea Jürges, die Vizechefin des Deutschen Architekturmuseums (DAM). Auch von Unfällen oder Beinahe-Crashs auf der Schweizer Straße. Die Straße kennen die Mitarbeiter des Museums nur zu gut, sie verbindet das Museum mit seinem Archiv und der Bibliothek.

Auf der engen Straße fahren Radfahrer im Mischverkehr neben Autos und Straßenbahn. Jederzeit kann die Tür eines parkendes Wagens aufgehen und einen Radfahrer übel erwischen.

„Wir würden uns dort Mobilität für alle wünschen“, sagt Annette Becker. Sie hat die neue Ausstellung „Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt“ im Architekturmuseum mitkuratiert. Mit der Schau will das Museum eine Diskussion anstoßen.

Elf renommierte Architekturbüros wurden gebeten, Entwürfe für einen fahrradgerechten Umbau der Schweizer Straße vorzustellen. In der Galerie im Erdgeschoss werden die Skizzen präsentiert.

Breitere Radwege statt Stellplätze

Marie-Theres Deutsch Architekten schlagen zum Beispiel vor, zugunsten breiterer Radwege auf einige Stellplätze zu verzichten. Just/Burgeff wiederum schwebt ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich vor, in dem nur Tempo 20 gefahren werden darf.

Wentz und Co., das Büro des früheren Planungsdezernenten Martin Wentz, machen die Schweizer Straße zu einem autofreien „shared space“. Der Autoverkehr wird in die Nebenstraßen umgeleitet. Die Verkehr kann laut Stadtplaner Tobe-Stadt auch auf jeweils einer Spur pro Richtung rollen. Die verbleibende Fläche wäre den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.

Die Gartenarchitektin Ute Wittich hat eine andere Idee: „Warum nicht den grünen Teppich auf der Schweizer Straße ausrollen?“, fragt sie. Befreit von Tram und Autos wäre die Straße ein parkartiger Treff mit Bäumen und Wiese. Alternativ könnten die Radlerr auf einer Brücke über die Straße fahren. Die Brücke würde von Gerüsten gestützt, die von Pflanzen bewachsen wären. Das Büro Wörner Traxler Richter präsentiert einen futuristischen Entwurf mit selbstfahrenden Fahrzeugen, LED-Zebrastreifen und einer Schwebebahn, was so ähnlich aussieht wie in der Serie „Futurama“.

Stefan Forster Architekten wandeln die Schweizer Straße in eine Art Freßgass um, frei von Autos, dafür mit Platz für Fußgänger, Radfahrer und Außengastronomie. Bei Franken Architekten wird die Schweizer Straße zur Einbahnstraße, auf der Autos nur stadteinwärts fahren können; der Schweizer Platz wird zur „Bike Station“ mit Reparaturmöglichkeiten, Fahrradleihe und Fahrrad-Tiefgarage. Dort soll es Duschen und Umkleiden für Fahrradpendler geben. Landes & Partner bringt einen neuen Belag auf die Straße auf und richtet zusätzliche Sitzmöbel ein. Schneider + Schumacher sperrt fünf Straßen, die zum Schweizer Platz führen, der Platz selbst wird zum „shared space“ üder den der Verkehr mittig führt. GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt und HHS Planer + Architekten lassen Autos und die Tram auf einer Spur fahren. Der Rest der Straße ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.

„Wenn auf der Schweizer Straße weniger Autos parkten, wäre mehr Platz für alle anderen da“, sagt Joachim Hochstein, der Leiter des städtischen Radfahrbüros. Die Diskussion um den Umbau der Schweizer Straße ist eröffnet.

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