Radfahrer und Fußgänger werden sich gleichermaßen über die Neugestaltung freuen. Christoph Boeckheler

Frankfurt

Schwanheimer Mainufer in Frankfurt ist neugestaltet

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Für eine Million Euro hat die Stadt das Mainufer in Schwanheim umgestalten lassen. Bänke, Beete und Bäume locken die Spaziergänger. Doch noch fehlt etwas wichtiges.

Eine „fantastische Meile“ sei hier entstanden, lautete das Fazit von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) beim Spaziergang entlang des umgestalteten Mainufers von Schwanheim und Goldstein. Überall wolle man die Stadt näher an den Main holen. Zum Flanieren, zur Erholung und zum Sporttreiben.

Auch Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes, hob die Bedeutung von Grünflächen in Zeiten, in denen Frankfurt um Einwohner und Gebäude wächst, für die soziale Infrastruktur hervor. Er resümierte: 2000 seien das erste Mal seit den 70er Jahren Uferabschnitte saniert worden. Seither 14,1 Kilometer. Sie hätten die „Wohlfühlqualität“ der Stadt gesteigert – nun auch in Schwanheim. Seit Herbst 2017 wurde das Ufer zwischen Schwanheimer Unterfeld entlang es Ortskerns bis zur Griesheimer Schleuse durch die Firma Immo Herbst saniert.

An der Schwanheimer Brücke, davor Brachfläche, konnten Grünflächen dazu gewonnen werden, so Heldmann. Mit Naturstein werden sie vor parkenden Autos geschützt, stattdessen befindet sich ein Parkplatz unter der Brücke. „Der Eingang zum Friedhof mit neuem Staudenbeet erscheint nun gepflegter.“ Auf einer Strecke von 1,5 Kilometern sind geteerte Rad- und Fußwege verbreitert und neu geordnet worden. „Nur dort, wo sie nahe an die Wurzeln von altem Baumbestand rücken, sind die Wege gepflastert. So können sie leicht nachgebessert werden“, erklärt Heldmann.

Die Anregung unter der Brücke einen Skatepark und an Brückenmauern Basketballkörbe zu installieren, möchte Ortsvorsteherin Susanne Serke (CDU) mit in die nächste Sitzung nehmen. Ebenso, dass noch eine Fläche für einen Bolzplatz verfügbar sei. „Ich könnte mir vorstellen, dass das auf Zustimmung stößt“, so Serke. Am Mainufer könnte er beschwerdefrei existieren. Schon jetzt würde der Park mehr genutzt, Bewohner wüssten besonders die neuen Bänke zu schätzen.

34 von ihnen wurden angebracht – an hochfrequentierten Bänken wurden mehrere Mülleimer aufgestellt. Eine Bankinsel liegt im Schatten einer alten Eiche auf Höhe der Martinuskirche, im Zentrum befindet sich eine Terrassen-Treppe mit Mainblick. Innerhalb der Anlage wurden mehr als 60 neue Bäume gepflanzt.

Bisher sei das Feedback fast ausschließlich positiv, so die Ortsvorsteherin. Fußgänger stören sich aber an der Geschwindigkeit der Radfahrer. Serkes Anliegen daher ein Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Rücksicht nehmen. Zustimmung kommt von der Umweltdezernentin.

Die Umgestaltung der gesamten 2,5 Kilometer hat gut eine Million Euro gekostet. Aus finanziellen Gründen noch nicht umgesetzt werden konnte die gewünschte Ampelanlage auf Höhe des Rewe-Markts, räumt Heldmann ein. Die vierspurige Straße zum Ufer kann von Schwanheim und Goldstein bisher mit fünf Brücken überwunden werden. Die Ampelanlage soll später eingerichtet werden.

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