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Urlauber parken gerne in Schwanheim, wenn sie vom nahe gelegenen Flughafen in die Ferne fliegen.

Schwanheim

Schwanheim: Parkplätze von Urlaubern freihalten

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Anwohner und Geschäftsleute in Schwanheim klagen über Parkplatznot durch Flugreisende. Die Urlauber stellen ihre Autos bis zu zwei Wochen im Stadtteil ab, um sich die Parkplatzkosten am Flughafen zu sparen. Dagegen will jetzt Thomas Schlimme, Grünen-Fraktions-Chef im Ortsbeirat 6, vorgehen. Er fordert ein Parkraumbewirtschaftungskonzept für Schwanheim, ähnlich wie das, das es in Bornheim geben soll.

Mit seinem Antrag für die heutige Sitzung des für den Frankfurter Westen zuständigen Ortsbeirates 6 dürfte Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Schlimme vielen Schwanheimern aus der Seele sprechen: Er will die Parkplätze im Stadtteil für die Anwohner vor Flugreisenden schützen. Konkret fordert er den Magistrat auf, ein Parkraumbewirtschaftungskonzept für Schwanheim zu entwickeln, „das die besondere Nähe zum Flughafen berücksichtigt“.

Das Augenmerk müsse vor allem der Tatsache gelten, dass viele Flugreisende ihr Auto in Schwanheim während ihrer Reise in Wohnstraßen abstellten. Der Parkraum im Stadtteil müsse nach seinen Worten „wieder in erster Linie den Anwohnern und Anwohnerinnen zur Verfügung stehen“. Vor allem Geschäftsleute klagten darüber, dass durch dieses Verhalten der allgemeine Parkplatzmangel verstärkt werde.

Das Auto blockiere über Tage oder sogar Wochen einen Parkplatz im Wohngebiet, bis die Reisenden ihren Urlaub beendet haben und ihr Auto wieder abholen. Auf diese Weise sparten die Flugreisenden Parkgebühren, die fällig wären, wenn sie ihr Auto an den dafür vorgesehenen Standorten, etwa beim Flughafen, abstellen würden.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank sagte den Schwanheimer Geschäftsleuten zu, zu prüfen, wie man dem Stadtteil helfen könne. Als eine Variante nannte er, die Parkdauer auf 24 oder 48 Stunden zu begrenzen. Seine Einkäufe schaffe in dieser Zeit jeder, für eine Urlaubsreise reiche die Zeit nicht aus.

Dieser Vorschlag setze allerdings intensive Kontrollen voraus, gibt Thomas Schlimme zu bedenken. Angesichts des Personalmangels der Behörden hält er Franks Idee deshalb für kaum praktikabel. Und: „Wenn die begrenzte Parkdauer gilt und auch kontrolliert wird, müssten die Anwohner tatsächlich ihr Auto bewegen“, macht er geltend. Das aber sei „völlig unzumutbar.“

Thomas Schlimme von den Grünen im Ortsbeirat 6 fordert ein Parkraumbewirtschaftungskonzept für Schwanheim.

Daher schlägt er die Einführung von Anwohnerparken vor. Denn selbst wenn dies nur einmal im Monat kontrolliert wird, lässt sich trotzdem klar zwischen falsch und berechtigt geparkten Autos unterscheiden, argumentiert der Grünen-Chef.

Für Susanne Serke (CDU), Orstvorsteherin des Frankfurter Westens, könnte die Parkdauerbegrenzung durchaus „ein Teil der Lösung sein“. Das müsse aber überwacht und kontrolliert werden. Schlimmes Drängen auf ein Parkkonzept heißt sie gut, möchte es aber auf weitere Stadtteile ausgedehnt sehen. Denn das Problem bestehe im Frankfurter Westen überall dort, „wo es eine gute ÖPNV-Anbindung an den Flughafen gibt“. So könne man von Sossenheim aus mit dem 58er,-Bus der auch über Unterliederbach und Höchst fährt, direkt zum Flughafen fahren. Auch in Nied, Griesheim, und Sindlingen bestehen nach ihren Worten ähnliche Probleme. „Alle Stadtteile haben gemein, dass hier ohnehin schon Mangel an Parkraum besteht. Insofern wäre es eine Überlegung, die Anfrage von Thomas Schlimme auf weitere Stadtteile auszudehnen.“

Thomas Schlimme bittet nun die Stadt, mit einem eigenen Parkraumkonzept wegen der besonderen Situation in Schwanheim aufs Tempo zu drücken – „und nicht abzuwarten, bis der Modellversuch in Bornheim ausgewertet ist.“ Dort seien es vor allem Pendler, die die Stellplätze im Stadtteil blockieren. Auch dort beklagen die Bewohner unzureichende Kontrollen. Das neue Parkkonzept von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling soll Parken generell kostenpflichtig machen. Die in Bornheim durch den Modellversuch gesammelten Erfahrungen seien in Schlimmes Augen für die Situation in Schwanheim indes wenig aussagekräftig, da beide Stadtteile wegen der Flughafennähe Schwanheims nicht vergleichbar seien. Zudem würde ein Abwarten viel zu lange dauern. „Die Situation in Schwanheim ist akut problematisch“, mahnt Thomas Schlimme zur Eile an.

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