1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Schwanheim

Spielen, lesen, lernen in der Stadtteilbücherei

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Büchereileiterin Annika Käck-Sommerfeld freut sich auf die Wiedereröffnung am 13. Dezember.
Büchereileiterin Annika Käck-Sommerfeld freut sich auf die Wiedereröffnung am 13. Dezember. © Rüffer

Am 13. Dezember macht die Stadtteilbücherei in Alt-Schwanheim wieder auf. Die Räume wurden komplett neu konzipiert. Ziel ist es, einen Aufenthaltsort für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

Im Wilhelm-Kobelt-Haus in der Straße Alt-Schwanheim herrscht Endspurt: Denn am 13. Dezember sollen die Menschen in Schwanheim ihre Bücherei bekommen. Das Umzugsunternehmen, das die Büromöbel gebracht hat, ist schon wieder weg. Jetzt kümmern sich Elektroniker, Maler und Schreiner um die letzten Details. Es sieht auch schon deutlich nach Bibliothek aus.

Die weißen Regale stehen und die meisten Bücher sind bereits eingeräumt: Thriller, Sachbücher, Romanzen, Detektivgeschichten, Bilderbücher. Die Ausleihtheke strahlt in Magenta – der Hausfarbe der Frankfurter Stadtbücherei -, darauf stehen Bildschirm mit Maus und Tastatur, Scanner und Kartenleser für die ersten Ausleihen bereit.

Bereits 2017 begannen die Arbeiten im Wilhelm-Kobelt-Haus. Die Feuchtigkeit hatte dem denkmalgeschützten Gebäude zugesetzt und eine Sanierung nötig gemacht. Im Zuge derer zog die Bücherei erst innerhalb des Hauses in kleinere Räumlichkeiten, dann wurde vor eineinhalb Jahren die Ausleihe in den Container verlegt, der – inzwischen fast leergeräumt – im Hof hinter dem Gebäude steht.

Auf den 43 Quadratmetern hatte nur ein Bruchteil der Medien Platz, der Rest wurde eingelagert. Die Nutzer:innen mussten ihre Ausleihen vorab bestellen oder bekamen nach Voranmeldung eine Auswahl zusammengestellt.

Annika Käck-Sommerfeld, Leiterin der Schwanheimer Stadtteilbücherei, freut sich, dass die Leserinnen und Leser bald endlich wieder in der völlig neu konzipierten Bibliothek selbst stöbern können. Im Fokus des neuen Konzeptes stehe die Bücherei als Aufenthaltsort für alle Bürger:innen. Dafür wurden die Räumlichkeiten umstrukturiert.

Die Bibliothek befindet sich jetzt komplett im Erdgeschoss – ebenerdig und barrierefrei zugänglich, damit niemand ausgeschlossen wird. „Spielen, lernen, lesen – jeder findet seine Ecke“, erläutert Annika Käck-Sommerfeld. Im hinteren Teil der Einrichtung gibt es Arbeitsplätze mit Steckdosen für das eigene Gerät sowie fest installierte Computerstationen.

In der Lernecke sind die Regale mit Übungsbüchern für Schüler:innen gefüllt: Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften, Rechtschreibung. Auch ein Lesecafé wird es geben. Dem jungen Bibliothekspublikum ist der vordere Teil des Gebäudes gewidmet. Dort hat der Schreiner eine Leseecke eingebaut, auf deren Stufen es sich die jungen Leserinnen und Leser gemütlich machen können. In der Nachbarecke am Fenster lädt eine blaue Sitznische mit roten Polstern Jugendliche zum Videospielen und „einfach mal lümmeln“ ein, wie es Annika Käck-Sommerfeld formuliert.

Ein Stück weiter stehen, eigens für die Jüngsten, extra niedrige Kästen mit den Bilderbüchern bereit, so dass schon die Kleinen selbstständig zugreifen können.

Bis sich die Türen der Bücherei am 13. Dezember öffnen können, steht die große Endreinigung an. „Der Boden wird noch poliert und auf Hochglanz gebracht“, sagt Käck-Sommerfeld. Aber selbst, wenn die Bücherei wieder offen ist, sind nicht alle Aufgaben abgehakt. Wie das nach einem Umzug so ist, muss sich das Team in den neuen Räumen erst eingewöhnen. „Die Routinen müssen wieder etabliert werden“, sagt die Büchereileitung.

Auch interessant

Kommentare