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Schwanheim

Sorge um Schülerlinie

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Eltern befürchten den Wegfall der Schülerlinie 19, die Kinder und Jugendliche morgens und mittags von Schwanheim nach Sachsenhausen zur Schule und wieder zurück fährt. Auf der Homepage der Stadt haben sie eine Petition gestartet.

Die sogenannte Schülerbahn 19, die morgens und mittags Kinder und Jugendliche aus Schwanheim zur Schule nach Sachsenhausen fährt, soll wegfallen. Das geht aus dem Nahverkehrsplan 2025+ hervor, der in diesem Jahr erschien. Darin kommt die Linie 19 in dieser Form nicht mehr vor. Stattdessen soll eine neue Linie zwischen der Friedberger Warte und Offenbach Stadtgrenze diese Nummer erhalten. Auch wenn Traffiq von möglichen Alternativen spricht, machen sich Eltern Sorgen.

Zum Beispiel Anna Haacke. Ihr Kind ist zwölf Jahre alt und besucht eine der Sachsenhäuser Schulen. Jeden Morgen sind das mehr als 30 Minuten Fahrt. Ohne Umstieg. Das könne sich in Zukunft mit dem Wegfall der Linie ändern, fürchtet sie.

Klaus Linek, Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, versucht die Gemüter zu beruhigen. Auch wenn die Linie 19 in heutiger Führung (Schwanheim–Louisa) entfällt, bedeutet das nicht, dass es für die Schülerinnen und Schüler keine Lösung gebe, sagt er. „Wir arbeiten an Alternativen“, versichert Linek.

Welche das sind, darauf will der Sprecher derzeit nicht eingehen. „Wir reden nicht von einer Änderung in der nahen Zukunft.“ Es gehe um den im Nahverkehrsplan erwähnten Zeitraum, der bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus reicht. Traffiq werde prüfen, wie der Bedarf auf der Strecke aussieht. Sollte der so hoch sein, dass die Linie 12, die aus Schwanheim herausführt, nicht ausreicht, „dann wird es eine Lösung geben“. Etwa, dass die Linie 12 temporär verstärkt oder die neue Linie 20, die vom Rebstockbad zur Niederräder Bürostadt verkehrt, auf zwei Fahrten verlängert wird.

Anna Haacke beruhigt das nicht. Denn die umstiegsfreie Fahrt nach Sachsenhausen würde verloren gehen. „Das mag sich nach einem Luxusproblem anhören“, räumt sie ein. „Andererseits fühlen wir uns hier in Schwanheim in Sachen Nahverkehr ohnehin etwas abgehängt.“

Bei den Alternativen, die Traffiq nennt, käme ein Umstieg an der Station „Stresemannallee/Gartenstraße“ hinzu. Je nach Verbindung müssten die Kinder dort drei Ampeln überqueren sowie auf den Autoverkehr und sechs Straßenbahnlinien achten.

Um das zu verhindern, hat der Schwanheimer Vater Michael Kreuzer im Bürgerbeteiligungsportal der Stadt, „Frankfurt fragt mich“, eine Idee eingestellt. Er plädiert dafür, die Linie 19 zu erhalten und mit mehr Wagen auszubauen. Zudem solle sie auf die unterschiedlichen Schlusszeiten der Sachsenhäuser Schulen abgestimmt werden. Die notwendigen 200 Unterstützer:innen hatte Kreuzers Idee bereits nach drei Tagen, aktuell steht er bei 265 Zustimmungen. 40 Tage verbleiben. Stand Dienstag. Dann geht die Idee an die Stadtverwaltung.

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