Sitzt weiter auf dem Trockenen: Der Till im Schwanheimer Waldspielpark.  
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Sitzt weiter auf dem Trockenen: Der Till im Schwanheimer Waldspielpark.  

Schwanheim

Die Frankfurter Wasserspiele bleiben noch aus

  • vonHolger Vonhof
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Die neue Spritzanlage in Schwanheim ist so gut wie fertig. Noch zwei Monate lang muss allerdings der Rasen anwachsen. Ohnehin ruht wegen Corona derzeit alles wasser in den Waldspielparks.

Es hat gedauert, aber: „Die Arbeiten an der Wasserspielanlage stehen vor dem Abschluss“, sagt Simone Jacob. Die Leiterin des Geschäftszimmers des Grünflächenamts geht davon aus, dass die Bauarbeiter zum 19. Juni fertig sind in Schwanheim. Doch in Betrieb gehen wird die Anlage wohl noch nicht: „Es muss erst noch der Rasen eingesät werden, und der braucht zwei Monate, bis er betretbar ist.“

Ohnehin schaltet die Stadt in allen Waldspielparks, also auch im Scheerwald am Sachsenhäuser Landwehrweg oder an der Louisa nahe der Mörfelder Landstraße, wegen der Corona-Pandemie die Wasser-Attraktionen nicht ein. „Es ist nicht absehbar, wann es losgehen kann“, sagt Simone Jacob. Die Waldspielparks sind geöffnet – allerdings mit den üblichen Corona-Einschränkungen. In Schwanheim heißt das etwa: Der Grillplatz ist gesperrt. Daran hält sich allerdings nicht jeder: Fast jeden Morgen sind Überreste von nächtlichen Grill-Partys zu entdecken.

Wenn die Wasserspiele des Waldspielparks wieder laufen, wird sich eines grundsätzlich verändert haben: Es gibt kein Planschbecken mehr. Die Stadt hat sie aus hygienischen Gründen abgeschafft.

Verunreinigungen verursachen Pumpen-Probleme

Die Verunreinigungen im stehenden Gewässer waren meist schuld an den Pumpen-Problemen, die das Wasserspiel in den vergangenen Jahren oft lahmgelegt haben. Nicht nur Blätter haben das System beeinträchtigt, auch volle Windeln oder Sonnenmilch.

Geblieben ist die rote Sprühfigur des „Till“, die Generationen von Kindern kennen und lieben. Um sie herum wurde eine Betonlandschaft modelliert, in die weitere Spritz- und Wasser-Spielattraktionen integriert worden sind, etwa Quelldüsen, schwenkbare Düsen und Stauwehre – genug, womit sich Kinder an heißen Tagen abkühlen und dabei auch mal klatschnass werden können.

Dazu kommt eine Sitzkante am Rand, auf denen Mütter und Väter Platz nehmen können. Die Wasseraufbereitung ist komplett erneuert worden, und auch ein neues Technik-Gebäude ist am Rande entstanden. Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt in die Wasserspielanlage investiert.

Der Waldspielpark Schwanheim ist im Jahr 1955 als kleiner Spielplatz angelegt worden; 1977 wurde er erweitert; damals kamen der „Till“ und die Minigolfanlage dazu. In jüngerer Zeit wurden im Bereich zu den Wiesen neue Spielgeräte installiert.

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