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Elke Diefenhardt und Monika Greitzke (links) vom Team des Kobelt-Zoos machen den Tierpark winterfest.
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Elke Diefenhardt und Monika Greitzke (links) vom Team des Kobelt-Zoos machen den Tierpark winterfest.

Schwanheim

Kobelt-Zoo hofft auf Normalität

  • vonAlexandra Flieth
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Wegen der Corona-Pandemie kamen nur wenige Gäste in den Tierpark. Zum Leidwesen des Schwanheimer Zoos, der von Spenden lebt.

Merlin, Maxel, Mara, Meikel und Moritz schauen neugierig, was da so vor ihrem Gehege passiert. Die fünf Esel sind allesamt Bewohner des Kobelt-Zoos und freuen sich über jede Abwechslung, die ihnen geboten wird. Elke Diefenhardt und Monika Greitzke vom Vorstand der Gesellschaft Professor Dr. Wilhelm Kobelt, dem Trägerverein des kleinen Tierparks an der Schwanheimer Bahnstraße, sorgen dafür, dass das Laub der Bäume im Park vor dem Gehege zusammengeführt wird.

Das rund 1,7 Hektar große Gelände wird derzeit für den Winter vorbereitet – traditionell hat der kleine Tierpark bis zur Saisoneröffnung Anfang Mai für Besucher geschlossen. Der Betrieb hinter den Kulissen geht natürlich weiter.

Die fünf Esel hoffen auf etwas zum Futtern, obwohl das Frühstück bereits im Stall „angerichtet“ ist. Dafür riskieren sie sogar, nass zu werden. Ein paar Regentropfen fallen vom Himmel. Nichts, was Esel wirklich mögen. Da keine weiteren Leckerlis zu holen sind, dreht sich die Gruppe daher auch schnell geschlossen wieder um und läuft geordnet zurück in den trockenen Stall. „Die Esel langweilen sich“, erzählt Greitzke.

Die Esel sind nicht die einzigen, die neugierig ihre Schnauzen durch die Holzzäune schieben und schauen, was vor ihren Gehegen passiert. Barney und Fred, zwei Schweine, die im Tierpark leben, kommen aus ihren Villen Wutz und Watz, um sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen. Auch für die rund 250 tierischen Bewohner des Kobelt-Zoos war es in diesem Jahr einfach anders als sonst. Wegen der Corona-Pandemie startete der kleine Tierpark später in die Saison, weniger Besucher liefen unter penibel überprüften Sicherheitsbedingungem durch den Kobelt-Zoo.

Das hätten die Tiere bemerkt, die sich über Besucher immer sehr freuen würden, beschreibt es Greitzke. Derzeit sind auf dem Gelände nur noch diejenigen unterwegs, die sich ehrenamtlich engagieren und die Tiere füttern, Ställe und Gehege säubern und das Gelände pflegen. Auch sie bringen täglich etwas Abwechslung in den Alltag der Zoo-Bewohner.

Das eingespielte Team weiß genau, was zu tun ist. Zum Beispiel, die Tiere in den kommenden Monaten vor Kälte und Wind zu schützen. „Das sind vor allem die Vögel“, erzählt Greitzke. Derzeit sind die Temperaturen noch mild genug, so dass etwa die Aras in ihren Außenvolieren sitzen dürfen und lautstark auf sich aufmerksam machen. Wenn es kälter wird, dann wird der Zugang geschlossen und die Papageien bleiben im Haus.

Anders sieht es bei den Finken und Kanarienvögeln aus, deren Winterquartier bereits gemacht ist. „Viele unserer Tiere verbringen die kommenden Monate draußen in ihren Gehegen und tragen schon ein dickes Winterfell“, so Greitzke. Dazu zählten neben den Eseln auch die Ponys, Schafe und Ziegen.

Der Zoo lebt vor allem von Spenden und ist dankbar dafür, dass es auch im Corona-Jahr 2020 wieder viele Menschen gab, die die Arbeit des Tierparks finanziell gefördert haben. „Wir sind überwältigt von dem Engagement und der Unterstützung für unsere Arbeit“, bedankt sich Greitzke. Die Kosten für das Tierfutter und den Strom könnten so bis Februar-März abgedeckt werden.

Ein Großprojekt, das in diesem Jahr angegangen wurde, war die Verlegung neuer Stromleitungen und damit verbunden der Austausch der alten Kabel, die bereits rund 70 Jahre alt waren. Ganz abgeschlossen ist diese Maßnahme noch nicht, sämtliche Tierhäuser müssen noch neu verkabelt werden. Die aktuellen Kosten für die Gesamtmaßnahme beliefen sich auf 18 000 Euro.

Und was wünschen sich die Verantwortlichen für das kommende Jahr? „Vor allem, dass es wieder einigermaßen normal weitergehen kann“, sagt Elke Diefenhardt.

Weitere Informationen rund um den Schwanheimer Tierpark gibt es unter www.kobelt-zoo.de oder auf Facebook und Instagram.

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