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Die Kranarbeiten auf dem Schulhof der August-Gräser-Schule sind im vollen Gange.

Schwanheim

Pause im Kirchgarten

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Die August-Gräser-Schule erhält derzeit ihren lang ersehnten Aufzug an das Gebäude. Dadurch wird es eng auf dem Pausenhof. 

Saskia Ghribi hat eine Idee. Die Leiterin der August-Gräser-Schule bekümmert, dass ihre Schüler nicht mehr viel Platz auf dem Schulhof haben. Am Haupthaus baut die Stadt derzeit mit Kran den lange ersehnten Aufzug ein. Damit das Gebäude endlich barrierefrei ist. Auf dem übrigen Hof sollen Holzbauten entstehen, um zusätzlichen Platz für Klassenräume zu schaffen. Auch das ist lange gewünscht. Nur: Einen Pausenhof gibt es an der Grundschule dann nicht mehr.

Aber Ghribi hat, wie gesagt, eine Idee. Die Kinder könnten doch in den Pausen einfach den großen Garten der Kirchengemeinde Sankt Mauritius nutzen. Die Kirchengemeinde hat da auch grundsätzlich zugestimmt. „Nur muss das auf eine vernünftige Basis gestellt werden“, sagt Pastoralreferent Hans-Peter Labonte.

Die Stadt solle einen Vertrag aufsetzen, der die Versicherungsfragen klärt, sagt Labonte. Darüber verhandelt das Baudezernat derzeit, sagt Sprecher Günter Murr auf Anfrage. Zu klären sei etwa noch, ob etwas an dem Areal geändert werden müsste oder einfach gleich zu nutzen wäre.

Kinder auf dem Kirchengelände: „Das würde zu uns passen“, sagt Labonte. Schließlich sind die Schwanheimer in der neuen Großgemeinde Sankt Jakobus die Familienkirche. Neben der Erlebniskirche in Goldstein und der urbanen Offenen Kirche in Niederrad.

Weit weg liegt das Grundstück auch nicht von der Schule. 100 Meter etwa. Die Kinder müssen nur ein bisschen die Gerolsteiner Straße entlang und dann über die Mauritiusstraße übersetzen. Dort lockt eine Wiese, etwa ein halbes Fußballfeld groß, sagt Labonte. Auch einen Basketballkorb gibt es. Und für Regentage auch etwas befestigter Boden. Sogar Toiletten im Gemeindehaus stünden zur Verfügung. „Dann müsste man aber klären, wer dann fürs Putzen zuständig ist“, sagt Labonte.

Sicher verhandelt das Dezernat auch darüber. Weniger Spielraum gibt es allerdings in Sachen Erweiterungsbau. Der soll die provisorischen Holzmodule auf dem Schulhof einmal ersetzen. Nur wann?, fragt sich Saskia Ghribi. Sie hätte gedacht, die Bedarfsplanung vor einigen Jahren sei Grundlage genug, um den Bau unverzüglich anzugehen. „Der Bedarf ist ja da.“

Die Stadt sieht das ein bisschen anders. Also den Bedarf sieht sie schon, doch müsse das Stadtschulamt erst einmal ein Flächenprogramm erarbeiten, sagt Günter Murr. Dann erst könne die Stadt klären, wie die Flächen verwirklicht werden. Ghribi seufzt. Jede Woche rufe sie beim Amt an, jede Woche hieße es: „Wir sind dran.“ Sie sei froh darüber. „Aber die Eltern verstehen nicht, warum das so lange dauert.“

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