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242 000 Euro kostete die Fußgängerampel als Querung der Schwanheimer Uferstraße auf die Uferseite.
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242 000 Euro kostete die Fußgängerampel als Querung der Schwanheimer Uferstraße auf die Uferseite.

Schwanheim

Frankfurt: Fußgängerampel verbindet Schwanheim mit Mainufer

  • Stefan Simon
    VonStefan Simon
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Beim Ortstermin nutzt ein Bürger die Gelegenheit, um sich bei Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) über vermüllte Grillplätze zu beschweren.

Es ist ein Tag, auf den die Schwanheimerinnen und Schwanheimer lange gewartet haben. Der Stadtteil ist nun mit dem Mainufer durch eine Fußgängerampel verbunden. Barrierefrei versteht sich. Vor allem für ältere Menschen oder auf den Rollstuhl angewiesene Bürgerinnen und Bürger ist die neue Ampel eine Erleichterung.

Bereits 2007 gab es erste Ideen für eine Ampel. Um dieses Ziel umzusetzen, kam es zu einer ämterübergreifenden Kooperation zwischen städtischen Behörden, dem Ortsbeirat und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. „Wir wissen, dass das alles sehr lange gedauert hat“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) unweit der neuen Ampel in der prallen Sonne am Schwanheimer Mainufer. 242 000 Euro hat der Bau gekostet.

Allerdings zeigt sich Heilig noch unzufrieden mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. „So kann es nicht bleiben. Wir müssen in Absprache mit dem Verkehrsdezernat schauen, dass wir die Geschwindigkeit auf 50 drosseln.“ Damit war die Eröffnung der Fußgängerampel vorbei. Doch die anwesenden Gäste nutzten den Termin, um sich vor allem über die Vermüllung des Grillplatzes im Schwanheimer Wald zu beschweren. „Das ist nicht mehr zu ertragen“, sagt Arnold Weber.

Heilig reagierte verständnisvoll auf die Sorgen Webers. Sie sagte aber auch, wenn Ortsbeiräte sich mehrheitlich dafür entschieden, Grillplätze zu schließen, dann würde die Stadt dementsprechend auch reagieren. „Es gibt keinen Ortsbeirat, der Konzepte für Grillplätze erstellt.“ Die Folge seien dann eben weniger Grillplätze.

Die Leute weichen dann aus, ans Mainufer, in Parks, in die Schwanheimer Düne oder an andere Grünflächen in der Stadt. Beschwerden über die Lautstärke und Vermüllung in Parks gebe es überall in der Stadt, so Heilig. Fünf Millionen Euro pro Jahr gebe die Stadt derzeit für die Reinigung der Grünanlagen aus. „Da sind nicht einmal die Spielplätze mit inbegriffen“, sagt Heilig. Ein großes Problem sei zudem, dass die Stadt zu wenige Ordnungskräfte hätte, um in den Parks und anderen Grünflächen gegen die Vermüllung, etwa mit dem Verhängen von Bußgeldern, vorzugehen. „Wir benötigen die vier- bis fünffache größere Anzahl an Ordnungskräften“, sagt Heilig.

Damit nicht das Bild entstehe, es seien die jungen Leute, die überwiegend ihre leeren Pizzakartons liegenlassen, betont Heilig, dass jede Altersstufe und jede Gesellschaftsschicht an der Vermüllung beteiligt sei. „Schauen sie sich aktuell den Platz vor der Kleinmarkthalle an und welche Leute dort sitzen.“

Bußgelder würden nicht mehr wirken. „Die denken wahrscheinlich, die FES macht das schon.“ Dann fragt Heilig in die Runde der Anwesenden am Schwanheimer Ufer: „Was können wir tun? Was ist da los?“ Niemand hat eine Antwort.

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