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Ein Fall für den Tatort-Ermittler

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Von: Alexandra Flieth

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Wolfram Koch, bekannt als Frankfurter Tatort-Ermittler Paul Brix, liest aus dem neusten Band der Kinderkrimi-Reihe „Ein Fall für Kwiatkoswki“. in der Schwanheimer Bibliothek vor.
Wolfram Koch, bekannt als Frankfurter Tatort-Ermittler Paul Brix, liest aus dem neusten Band der Kinderkrimi-Reihe „Ein Fall für Kwiatkoswki“. in der Schwanheimer Bibliothek vor. © Maik Reuß

Wolfram Koch, bekannt als der Frankfurter Tatort-Kommissar Paul Brix, liest immer wieder mal gerne Kindern und Erwachsenen vor. Zum Auftakt der Frankfurter Aktion „Buchstapler“, die Kinder und Jugendliche zum Lesen motivieren soll, trat er in der Stadtteilbibliothek Schwanheim auf.

Wie es ist, einen „Kriminalfall“ aufzuklären, weiß wohl niemand besser als Schauspieler Wolfram Koch, bekannt unter anderem durch seine Rolle als Frankfurter Tatort-Kommissar Paul Brix. Am Montagvormittag schlüpft er in der Stadtteilbücherei Schwanheim in die Rolle des Vorlesers. Denn nach der Corona-Unterbrechung hat die Stadtbücherei Frankfurt wieder zu einer Auftaktveranstaltung der Leseförderaktion „Buchstapler“ eingeladen – dieses Mal in die Stadtteilbibliothek, deren Räume im Wilhelm-Kobelt-Haus nach umfangreicher Sanierung im Dezember 2022 wiedereröffnet worden sind.

Zwei Klassen der Minna-Specht-Schule, die 2c und die 3b, dürfen sich darauf freuen, vorgelesen zu bekommen. Wolfram Koch liest aus „Die kürzeste Entführung der Welt“ von Jürgen Banscherus, dem neuesten Band der Kinder-Krimireihe „Ein Fall für Kwiatkowski“ für Mädchen und Jungen ab sieben Jahren. In der Geschichte geht es um den erst zehn Jahre alten Privatdetektiv Kwiatkowski, der Marie hilft herauszufinden, warum sie von zwei Männern in einem Lieferwagen verfolgt und beschattet wird. Als die Stadtbücherei angefragt habe, ob er die Lesung übernehmen wolle, habe er gerne zugesagt, sagt Wolfram Koch, der seit 1991 in Frankfurt lebt, seit 2015 im Frankfurter „Tatort“ ermittelt und aktuell in der Inszenierung „Onkel Wanja“ nach Anton Tschechow am Schauspiel Frankfurt zu sehen ist. Meist liest Koch vor Erwachsenen, wie erst vor kurzem am Landestheater Niederösterreich, aus Geschichten und Liebesgedichten des US-amerikanischen Autors Edgar Allan Poe. Am Literaturhaus Frankfurt habe er Vorlesungen für Kinder gehalten, etwa aus dem Buch „Sophiechen und der Riese“ von Roald Dahl. „Lesen ist etwas Besonderes. Wenn ein Buch gut ist, hat man ganz viele Bilder im Kopf und träumt sich weg“, sagt Koch. Die Mädchen und Jungen der Minna-Specht-Schule lassen sich sichtbar darauf ein, als er liest.

Die Leseförderaktion „Buchstapler“ wird in Kooperation zwischen der Stadtbücherei und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse zum 28. Mal umgesetzt und richtet sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. Sie geht noch bis Ende März. 30 Buchtitel stehen zur Auswahl: Geschichten über Superhelden, einen Wüstengeist oder Sachbücher, die Müll, Recycling oder das Wetter thematisieren. Die Bücher stehen in den Stadtteilbibliotheken bereit und können ausgeliehen werden.

Mit der Aktion soll die Lesekompetenz gestärkt und der Spaß am Lesen geweckt werden. Die Kinder sollen sich im Anschluss an die Lektüre die Bücher bewerten. Die ausgewählten Buchtitel werden in den 16 teilnehmenden Stadtteilbibliotheken, Bibliothekszentren sowie der Fahrbibliothek präsentiert.

Während sich vor Corona mehr als 3000 Kinder an der Leseförderaktion beteiligt hätten, waren es vergangenes Jahr nur noch knapp 2000, sagt Roswitha Kopp von der Frankfurter Stadtbücherei. Die Zahl der teilnehmenden Mädchen liege mit 57 Prozent etwas höher als die der Jungen.

Mehr zum Projekt „Buchstapler“ gibt es unter www. stadtbuecherei.frankfurt.de

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