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Diskussion über die Zukunft der Straße Alt-Schwanheim

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Die Straße „Alt-Schwanheim“, das Herzstück des alten Ortskerns Schwanheims, funktioniert gut, findet die CDU.
Die Straße „Alt-Schwanheim“, das Herzstück des alten Ortskerns Schwanheims, funktioniert gut, findet die CDU. © peter-juelich.com

Die SPD im Ortsbeirat 6 will den alten Ortskern so umgestalten, dass der Verkehr beruhigt wird. Die CDU ist dagegen. Sie fürchtet den Wegfall von Parkplätzen und damit Umsatzeinbußen für den Einzelhandel.

Über die Zukunft der Straße Alt-Schwanheim, dem Herzen des Stadtteils, gehen die Meinungen im Ortsbeirat 6 stark auseinander. So fordert Jürgen Storjohann (SPD) die Straße so umzugestalten, „dass eine bessere Nutzung des attraktiven Ortskerns möglich ist“. Konkret wünscht er sich eine Verkehrsberuhigung, die zur Folge haben soll, dass die Plätze entlang der Straße wieder mehr als Mittelpunkt des Ortes genutzt werden können. Außerdem erhofft er sich von einer Umgestaltung positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit – besonders zwischen Rheinlandstraße und Vogesenstraße.

Derzeit böte Alt-Schwanheim ein „trauriges Bild, das der Bedeutung der Straße im belebten und beliebten Zentrum des Ortsteils nicht gerecht wird“. Der Grund: Die Straße sei mit parkenden Autos zugestellt. Die Folge: Plätze, die eigentlich zum Verweilen einladen könnten, blieben hierfür wenig genutzt.

Auch als bekennender Fan des Eiscafés an der Vogesenstraße sei ihm die Verkehrsgefahr gerade dort seit längerem aufgefallen. Besonders bei schönem Wetter sammelten sich dort zahlreiche Eisfreunde, darunter viele Kinder. Die derzeit dort geltenden 30 Kilometer pro Stunde erscheinen Storjohann als zu hoch – zumal die Straße beim Eiscafé verengt sei. Und überhaupt: Auch die dringend notwendige Erneuerung des Straßenbelags sollte Anlass sein, „über eine grundsätzliche Neukonzeptionierung nachzudenken. Mit derlei Ideen stößt er allerdings auf heftigen Widerstand, vor allem aus den Reihen der CDU im Ortsbeirat. „Die Straße hat eine so tolle Kneipenszene“, argumentierte Ilona Klimroth. „Wir können den Wirten und Geschäftsleuten das Leben nicht noch schwerer machen, indem wir ihnen Parkplätze wegnehmen“, sagte sie. Sie habe gehört, dass Alt-Schwanheim vom Eissalon bis zum Roten Kreuz demnächst saniert werden soll. Allerdings „nur oberflächlich, denn damit dort mehr passiert, müsste die Mainova mitspielen“. Und das wiederum sei nach ihrer Kenntnis absehbar nicht der Fall.

Storjohann geht es indes um eine Verkehrsberuhigung. Das die mit dem Verlust von Parkplätzen einhergehe, sei eine „Annahme“. Aber schon der Gedanke an die gefährdeten Kinder vor der Eisdiele sollte Grund genug sein, über seinen Antrag nachzudenken, den er in der jüngsten Ortsbeiratssitzung einbrachte und in dem er den Magistrat auffordert, zu prüfen und berichten.

CDU-Fraktionschef Markus Wagner spricht sich gegen soche „Experimente“ aus, wie er sagt, Denn wenn eine Umgestaltung schief gehe, „haben wir einen gestorbenen Stadtteil“, warnte er. „Die Folgen müssten dann nicht die SPD, sondern die Geschäftsleute tragen.“ Auch betonte er, wie gut die Situation doch in Schwanheim sei – in Zeiten, wo anderswo in der Stadt der Leerstand zugeschlagen habe und die Menschen wegblieben. „Wir haben einen der ganz wenigen Ortskerne, die noch richtig gut funktionieren“, findet er.

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