„Solidarity City Frankfurt“

Schutz gegen Abschiebungen aus Hessen

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Der „Frankfurter Aufruf zum Bürgerasyl“ will Rückführungen behindern.

Mehr als 100 Afghanen wurden im vergangenen Jahr allein aus Hessen abgeschoben. Sie wurden nach Afghanistan geflogen oder an andere EU-Staaten überstellt, wo sie zuerst Asyl beantragt hatten. Dass Menschen unfreiwillig in instabile Länder wie Afghanistan gebracht werden, sorgt in der Öffentlichkeit immer wieder für Kritik.

Die Initiative „Solidarity City Frankfurt“ hat nun nach eigenen Angaben rund 200 Erstunterzeichner für einen „Frankfurter Aufruf zum Bürgerasyl“ gefunden. Angelehnt an das Kirchenasyl geht es dabei darum, von Abschiebung bedrohten Menschen in privaten Wohnungen Unterschlupf zu gewähren, damit sie sich dem Zugriff der Behörden entziehen können. „Bürger*innenasyl will der Abschiebepolitik praktisch entgegentreten und darüber hinaus auch ein deutliches politisches Zeichen des Widerspruchs setzen“, heißt es in der Erklärung, die am Wochenende offiziell vorgestellt werden soll. Die immer schärfere Abschiebepolitik in Deutschland mache „praktische Solidarität und zivilen Ungehorsam notwendig“.

Die Unterzeichner rufen der Erklärung zufolge dazu auf, sich Abschiebungen entgegenzustellen, von Abschiebung bedrohte Menschen „notfalls“ zu verstecken und alle anderen Initiativen zu unterstützen, die sich für Geflüchtete in Not einsetzten – wie etwa das Kirchenasyl.

Bundesweit gibt es Solidarity City zufolge bereits mehrere ähnliche Initiativen für ein „Bürgerasyl“, in Hessen etwa in Hanau und Darmstadt. Die Gruppe ruft alle Frankfurter Bürger dazu auf, sich dem Aufruf anzuschließen und das bestehende Soldaritäts-Netzwerk auszubauen.

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