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Schutz für Bäume beim Fest in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Schwer was los auf der geschundenen Wiese. Bild von 2019.
Schwer was los auf der geschundenen Wiese. Bild von 2019. © Rolf Oeser

Aber die Kritik am Feuerwerk bei der immensen Trockenheit dauert an. Auswirkungen des Museumsuferfest auf die Natur sind noch nicht eingehend untersucht.

Vor 34 Jahren war das erste Museumsuferfest. Hat sich damals jemand dafür interessiert, was das Millionenspektakel mit der Stadtnatur macht? Kaum. Heute schon, Beispielsweise bekommen die Bäume einen Schutz – aber geballert wird trotz allem.

„Die Schutzzäune sind eine Maßnahme, die das Grünflächenamt seit Jahren bei Großveranstaltungen einsetzt“, berichtet Amtssprecherin Lena Berneburg. „Sie schützen die Bäume vor Anfahrtsschäden beim Auf- und Abbau und sichern zudem den sensiblen Wurzelbereich vor Bodenverdichtung.“ Schade allerdings: „Vor der Hitze schützt diese Maßnahme nicht.“ Das wäre auch zu schön gewesen.

Die Umweltschutzverbände haben bislang keine Kritik am Fest geäußert. Eines allerdings stört Volker Bannert, den Vorsitzenden des Frankfurter Naturschutzbunds (Nabu), durchaus: das Feuerwerk am Sonntagabend. „Sehr fragwürdig“ nennt Bannert das. „Feuerwerk ist ohnehin aus der Zeit gefallen“, sagt er, das müsse nicht auch noch bei einer solch anhaltenden Trockenheit sein. „Alle anderen müssen sich an das Grillverbot halten – das passt einfach nicht zusammen.“

Gibt es spezielle Vorsichtsmaßnahmen für die trockenheitsgeplagten Mainufer? Klare Auflagen für die Feste am Mainufer seien Usus, sagt Berneburg. So müssen etwa die Traufbereiche von Belastungen freigehalten werden, Grills dürfen nicht unter den Bäumen stehen. Sogenannte Lastplatten verteilen den Druck auf die Flächen besser und helfen, die Bodenverdichtung zu minimieren. Kabel haben in den Bäumen auch nichts verloren.

Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) werde üblicherweise nur in die Planung einbezogen, wenn es um Feste im Landschaftsschutzgebiet gehe. „Wir haben dennoch bei der UNB nachgefragt“, berichtet die Sprecherin weiter. Resultat: Auch in der Trockenheitskrise sei „keine signifikant größere Belastung der Stadtnatur durch das Museumsuferfest“ zu befürchten. Untersuchungen darüber, wie sich das dreitägige Großereignis auf Arten und Biotope auswirke, lägen bislang nicht vor.

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