Die Schulleiterin Anette Günther erklärt das Vorhaben. 
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Die Schulleiterin Anette Günther erklärt das Vorhaben. 

Gebäude gesucht

Schulgemeinde sucht nach neuem Standort

Johanna-Tesch-Schule bittet zum Lokaltermin zwischen Autobahn und Hochhäusern.

Ein Parkplatz, eine schmale Straße, ein Grundstück mit langgezogenem Bürogebäude. Hier soll die IGS Norden, die im Moment in Bockenheim ist, nach Willen des Baudezernenten Jan Schneider (CDU) einmal entstehen. Eigentlich bereits 2021. „Das geht aber nicht, da hier noch eine Firma sitzt, die bis Mai 2021 unter Vertrag ist“, erklärt Schulleiterin Anette Günther an diesem Vormittag immer wieder.

Mehr als 100 Eltern und Schüler der Johanna-Tesch-Schule, die zurzeit in einem Provisorium in der Falkstraße in Bockenheim untergebracht ist, wollen sich ein eigenes Bild machen. Die Grundstücke mit etwa 8000 Quadratmeter Grund am Ben-Gurion-Ring 172 und 174 seien für 10,5 Millionen Euro gekauft worden. „Nach Mai 2021 kann abgerissen werden. Mit Ausschreibung und Bau dauert es bis 2024 oder 2025“, führt Günther aus. „Mit viel Glück auch 2023.“ Das Areal liegt direkt an der A661 und an der Stadtteilgrenze von Nieder-Eschbach und Bonames. „Da wird es wohl keine Fenster zur Straße hin geben wegen des Schallschutzes“, sagt die Schulleiterin. Eine fünfstöckige Schallschutzwand an der Autobahn werde eher nicht gebaut. „Dann muss ein Belüftungssystem her, das allen Ansprüchen gerecht wird.“

Das Konzept der IGS sieht Mitspracherecht der Eltern und der 900 Schüler vor. Sie wollen eine große Turnhalle, eine Mensa und eine Bücherei. Ein großer Pausenhof ist ebenso nötig, wie Arbeits-, Werkstatt- und AG-Räume. Und eine gute Anbindung zum ÖPNV.

„Wird das hier dann der Pausenhof“, fragt ein Vater mit Blick auf einen tristen schmalen Schlauch neben den 60-Jahre-Bürogebäuden. „Ja, so sieht es aus“, antwortet Günther. Auch ihr Stellvertreter Reinhard Frank stimmt zu. „Auf den Parkplatz kommen dann wohl die Turnhalle und die Mensa. Allerdings müssen die Schüler dann jedes Mal die Straße überqueren.“

Die wissbegierigen Eltern und Schüler diskutieren derweil über den Standort und versuchen, sich vorzustellen, wie hier 900 Schüler und 100 Lehrer unterkommen können ohne eingeengt zu sein. „Statt fünf Stockwerken zehn und statt des zweiten Gebäudes Schulhof“, flüstern sich einige Siebtklässler zu.

Günther erklärt, dass es noch ein zweites Grundstück im Norden gibt. Ganz in der Nähe der U-Bahn-Station gibt es dort 13 000 Quadratmeter Fläche an der Talstraße, die als neues Schulgelände für die Johanna-Teschner-Schule dienen können. Anna Latsch vom Schulelternbeirat will auf jeden Fall eine baldige Lösung.

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