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Auch die Georg-August-Zinn-Schule soll auf den neuen Bildungscampus ziehen.
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Auch die Georg-August-Zinn-Schule soll auf den neuen Bildungscampus ziehen.

Neubauten für Schulen

Schulen erweitern statt gründen im Frankfurter Westen

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Berthold-Otto- und Georg-August-Zinn-Schule werden erweitert und bekommen Neubauten auf einem Bildungscampus. Für die IGS 15 geht es nach Nied – dort war schon einmal eine Schule vorgesehen.

Um der steigenden Zahl an Schüler:innen zu begegnen, sollen im Westen der Stadt bestehende Schulen erweitert werden – und dafür umziehen und neue Gebäude bekommen. Zum einen soll auf das von der Stadt erworbene Fiat-Gelände an der Mainzer Landstraße in Griesheim die Berthold-Otto-Grundschule und die integrierte Georg-August-Zinn-Gesamtschule umsiedeln. Zum anderen soll die IGS 15 auf dem Areal Mainzer Landstraße 701 in Nied einen Neubau erhalten. Das erklärten Bildungsdezernentin Sylvia Weber und Oberbürgermeister Peter Feldmann (beide SPD) am Dienstag.

In Griesheim soll ein Bildungs-campus entstehen, auf dem neben der Grund- und der integrierten Gesamtschule (IGS) auch eine Kita und eine neue gymnasiale Oberstufe angesiedelt werden sollen. „Der Ankauf des Fiat-Geländes war einer der größten Flächenankäufe der vergangenen Jahrzehnte – eine große Chance für Griesheim und unsere Stadt insgesamt“, sagte Feldmann. Ein moderner Bildungscampus könne dort entstehen, in einem Quartier mit vielschichtigen Herausforderungen und Problemlagen. „Damit geben wir auch ein eindeutiges Signal an die Kinder und Familien, dass wir Aufstieg durch Bildung ermöglichen und es hiermit ernst meinen.“

Die Entscheidung, auf dem Fiat-Gelände keine neuen Schulen und damit auch kein neues Gymnasium zu bauen, sei eine gründliche Überlegung gewesen, sagte Weber. „In vielen Gesprächen mit Menschen im Westen habe ich festgestellt, dass das 2019 gegründete Gymnasium Römerhof gut angenommen wird und den Bedarf im Westen abdeckt.“ Dagegen gebe es eine steigende Tendenz bei der Nachfrage nach IGS-Plätzen. Deshalb würden die bestehenden Schulen erweitert – sowohl die Georg-August-Zinn- als auch die IGS 15 werden zwei Züge mehr bekommen. Auch die Grundschule wird erweitert. „Sollte die Nachfrage nach Gymnasialplätzen wieder steigen, gibt es Ideen, auch dafür bestehende Schulen zu erweitern“, sagte Weber.

Dass die bestehenden Schulen einen Neubau erhalten, damit will Weber auch die Schulen, die Kinder und Jugendlichen im Quartier stärken. „Diese Schulen sind seit Jahrzehnten sanierungsbedürftig“, sagte Weber. „Welches Signal senden wir ihnen mit der Perspektive, weiter in solchen Räumen untergebracht zu sein? Welche Chance hätten die bestehenden Schulen, wenn nebenan Grundschule und Gymnasium im Neubau entstünden?“ Es gehe ihr um Anerkennung und Wertschätzung für die Schulen und Kitas, „die seit Jahrzehnten exzellente Arbeit unter widrigen Umständen leisten“.

Für die IGS 15, die derzeit in einer Containeranlage in Höchst untergebracht ist, ist mit der Mainzer Landstraße 701 ein endgültiger Standort gefunden worden. Das Gelände war schon mal für eine Schule vorgesehen: fürs Gymnasium Nied, das heutige Adornogymnasium. Damals klappte es mit dem Bauen dort nicht, weil die Seveso-Richtlinien es nicht erlaubten. „Doch die wurden geändert“, sagte Weber. „Damit ist das Grundstück für einen Schulbau frei geworden.“ Möglicherweise könnte auch dort ein Bildungscampus mit der benachbarten Fridtjof-Nansen-Grundschule entwickelt werden. „Die ersten Voruntersuchungen laufen, wir müssen schauen, was wir dort unterbringen könnten.“

Beim Fiat-Gelände geht Weber davon aus, dass „nach einer groben Schätzung in sieben Jahren Gebäude stehen“. Sind Georg-August-Zinn- und Berthold-Otto-Schule weggezogen, könne ihr Areal für neue Schulen bebaut werden. Die IGS 15 soll schneller fertig sein. Denn sie kann nur bis 2025 in der Containeranlage bleiben. „Dann muss sie raus“, sagte Weber. „Wir haben es daher etwas eilig.“

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