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Schulwahl

Schulamt bekommt zahlreiche Anfragen

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Viele Eltern wollen nach den erhaltenen Schulzuweisungen für ihre Kinder Klarheit über ihre Möglichkeiten. Das Schulamt empfiehlt die Wartelisten, der Stadtelternbeirat sieht noch eine andere Option.

Das Hoffen auf die Wunschschule ist vorbei, doch die Fragen beginnen erst. In den ersten Tagen, in denen die Servicenummer des Staatlichen Schulamts freigeschaltet ist, habe es bereits rege Anfragen gegeben, so Schulamtsleiterin Evelin Spyra. „Das Telefon steht nicht still“, berichtet sie.

Trotz der hohen Nachfrage sei das Ganze nichts Ungewöhnliches. Auch in den vergangenen Jahren habe es viele Anrufe von Eltern gegeben. In diesem Jahr mussten etwa 530 Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der vierten in die fünfte Klassen umgeleitet werden. Sie können demnach weder ihre Erstwunsch- noch ihre Zweitwunschschule besuchen. Bei circa 5900 künftigen Fünftklässlern ist dies eine Quote von fast zehn Prozent.

Etwas weniger zu tun hat der Stadtelternbeirat. Der Vorsitzende Eckhard Gathof sagte am Dienstag, dass die Resonanz relativ gering ausgefallen sei. „Vereinzelt haben sich Eltern bei uns gemeldet. Im Gespräch konnten ihre Fragen dann geklärt werden“, so Gathof. Dabei sei es vorrangig um Zuweisungen gegangen und die drängende Frage, wie man damit jetzt verfahren solle.

Die Option einer Beschwerde und schlussendlich Klage gegen den Bescheid stehe den Eltern zwar offen, allerdings seien Klagen nie erfolgreich gewesen, da beispielsweise längere Schulwege nicht als Begründung zählten. Innerhalb des Stadtgebietes sei jeder Schulweg zumutbar. Das Staatliche Schulamt empfiehlt den Eltern, sich auf die Warteliste ihrer Wunschschulen setzen zu lassen. Eventuell könne das Kind dann noch nachrücken.

Eckhard Gathof plädiert dafür, sich die zugewiesene Schule genau anzuschauen. Die dritte, unfreiwillige Wahl könnte sich durchaus als Glücksgriff entpuppen. „Gerade bei den neuen Gymnasien besteht noch die Chance, weitere Schwerpunkte zu entwickeln.“ Somit könnten Kinder und Eltern am Gestalten der Ausrichtung mitwirken.

Der Vorsitzende des Stadtelternbeirats sagt, die diesjährige Situation sei etwas entspannter als in den vergangenen Jahren. Dies liege auch daran, weil mit dem Umzug des Adorno-Gymnasiums neue attraktive Kapazitäten hinzugekommen seien. Probleme sieht Gathof allerdings bei den Real- und Hauptschulen. Dort müssten ebenfalls neue Schulen entstehen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Müsse ein Kind vom Gymnasium auf eine andere Schulform querversetzt werden, komme es schon zu Problemen. Auch die Zahl der Grundschulen dürfe bei der Diskussion nicht vernachlässigt werden.

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