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Die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Kakao-Herkunftsländern sind oft schlecht.
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Die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Kakao-Herkunftsländern sind oft schlecht.

Nachhaltigkeit in Frankfurt

An der Schokoladentafel tafeln

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Ein Pilotprojekt am Main in Frankfurt soll auf Missstände in der Kakaoproduktion hinweisen und in die Republik ausstrahlen. Es werden noch Teilnehmer gesucht.

Eine „Schokoladentafel“ soll am 31. Mai am Frankfurter Museumsufer, Nähe Holbeinsteg, für Aufsehen sorgen. Gemeint ist nicht das süße rechteckige Stück Glück, wie erfahrene Leserinnen und Leser sicher schon vermutet haben. Es geht vielmehr um eine lange Tischreihe, an der nachmittags Schokolade getafelt wird – und zwar im Dienste der Nachhaltigkeit und besserer Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Kakao-Herkunftsländern.

Schokolade und die teils verheerenden Umstände, unter denen sie produziert wird, waren in den vergangenen Wochen bereits Medienthema. Millionen Kinder werden zur Ernte und Verarbeitung der Kakaobohnen missbräuchlich beschäftigt und ausgebeutet. Die Produzenten roden riesige Waldflächen, um Platz für den Anbau zu schaffen.

Hin zur grünen Wirtschaft

Dem will die Green Economy Academy (GEA) etwas entgegensetzen und mit der Frankfurter Schokoladentafel zunächst öffentlichkeitswirksam informieren. Die GEA initiiert Bildungsprojekte, um die Gesellschaft hin zu einer grünen Wirtschaft umzubauen – „gerecht, umweltverträglich, innovativ“, wie sie selbst schreibt: „Sie begleitet/hilft/schubst vom Wissen zum Tun“, etwa mit Ausstellungen und Lernangeboten. Und nun also mit der Schokoladentafel am Main, die der Kulturfonds des Rats für nachhaltige Entwicklung in Berlin fördert.

Wie soll das konkret aussehen? „Wir wollen zunächst etwa 50 bis 70 Menschen erreichen, die mit uns tafeln“, sagt die Umweltwissenschaftlerin Frauke Fischer, „wenn es mehr werden, ist das super.“ Die Teilnehmer sollen sich vorher anmelden, etwa drei Stunden Zeit für den 31. Mai mitbringen – und ein selbst zubereitetes Gericht, in dem Schokolade verarbeitet wird; bevorzugt natürlich Schokolade aus fairem und nachhaltigem Anbau.

Mit Poetry Slam

Auf die besten Kreationen warten Preise in den drei Kategorien Keks, Kuchen und Knackiges. Für Unterhaltung sorgen Schokoladensongs von Stefanie Ruck (Gesang) und Chris Rücker (Kontrabass) sowie ein Poetry/Science Slam von Thorsten Zeller und ein Quiz. Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen und will persönlich dabei sein. Ziel ist es, langfristig die Produktionsbedingungen vor Ort zu ändern. Dazu sei es nötig, das Thema Schokoladenproduktion stärker in die Bevölkerung zu tragen, sagt Fischer, ein Bewusstsein zu schaffen – und letztlich auch Nachahmer der Tafeln zu animieren. Frankfurt ist das Pilotprojekt. Der Begriff Tafel ist im Übrigen nicht an die gleichnamigen Armenspeisungen angelehnt, sondern an das Tafeln im Sinne von: gediegen speisen.

Anmeldung und weitere Informationen unter www.schokoladentafel.org. Die Aktion ist geplant für Donnerstag, 31. Mai, 12.30 bis 17 Uhr.

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