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ABG-Chef Frank Junker (links) und Oberbürgermeister Peter Feldmann freuen sich.
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ABG-Chef Frank Junker (links) und Oberbürgermeister Peter Feldmann freuen sich.

Bonames / Nieder-Eschbach

Schöner Wohnen am Bügel

Die ABG baut das ehemalige Sozialrathaus um. Der Ortsbeirat kritisiert den Wegzug der Einrichtung ins Mertonviertel.

Von Jan Klauth

Noch prangt der Schriftzug „Sozialrathaus Am Bügel“ über dem Eingang des Gebäudes am Ben-Gurion-Ring 110. Paletten, Baugerät und Abdeckzäune bestimmen das Bild. Im Februar 2018 sollen hier die ersten Mieter einziehen, die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding baut das ehemalige Sozialrathaus zu einem Wohngebäude um. In dem 1995 errichteten Bürohaus sollen 18 neue Wohnungen mit Grundrissen von 45 bis 114 Quadratmetern entstehen. Seit Anfang 2016 stand das Gebäude leer, als die Sozialrathäuser Am Bügel und Nordweststadt fusionierten und der Standort am Ben-Gurion-Ring wegfiel.

„Der Umbau von ehemaligen Büros zu Wohnungen ist eine Herausforderung“, sagte ABG-Chef Frank Junker bei der Baustellenbegehung am Montag. 3,5 Millionen Euro investiert die Wohnbaugesellschaft in das Projekt, vor allem der Innenausbau gestalte sich aufwendig. So bekommt das Gebäude energiesparende Fenster und eine neue Verkabelung, die Wohnungen werden mit Balkonen beziehungsweise Terrassen ausgestattet.

„Die markante Fassade im Klinkerstil bleibt erhalten“, versicherte Junker. Das Gebäude sei nämlich „sehr ansehnlich“ – im Gegensatz zur übrigen Bebauung am Ben-Gurion-Ring. „Die Plattenbauten aus den 1970er Jahren brachten das Viertel in Verruf“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann, der in den 1990er-Jahren selbst ein Jugendzentrum im Stadtteil leitete. „Das Image hat sich in den letzten Jahren aber verbessert“, findet Feldmann.

Vor allem durch engagierte Bürger, Sozialarbeiter und die Evangelische Kirchengemeinde mit Sitz im Nachbargebäude, sei ein sozialer Aufwärtstrend zu verzeichnen. „Wo früher Fluchtgedanken geweckt wurden, entsteht nun lebenswerter Wohnraum“, lobte Feldmann.

„Dass dieser Wohnraum zum Teil sozial gefördert ist, war eine Bedingung bei der Entscheidung zum Umbau“, sagte Junker. Acht der neuen Wohnungen fallen in den Ersten Förderweg, die Miete soll bei 5,50 pro Quadratmeter liegen. Die restlichen zehn Wohneinheiten entstehen im Frankfurter Mittelstandsprogramm. Hier ist mit einem Quadratmeterpreis von 8,50 Euro zu rechnen.

„Hier entsteht dringend benötigter Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen“, würdigte Feldmann. Positiv sei auch die Erhaltung des Saalbau-Veranstaltungsraums und des Bistros im Erdgeschoss des Gebäudes.

Die neue Nutzung ruft allerdings nicht nur Begeisterung hervor. So wird der Wegzug des Sozialrathauses vor allem vom Ortsbeirat 15 bedauert. „Der Bedarf an Betreuung ist hier vor Ort und nicht etwa am neuen Standort im Mertonviertel“, sagte Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU). Vor allem für ältere Anwohner habe die Fusion Nachteile, denn das neue Sozialrathaus sei für sie schwer zu erreichen. „Die Entstehung neuer Wohnungen heißen wir natürlich gut“, betonte Müller, „trotzdem brauchen wir hier wieder eine Einrichtung.“ Für einen neuen Standort hat Müller auch schon einen Vorschlag: das Neubaugebiet Am Eschbachtal.

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