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Acht verschiedene britische Interior Brands, inszeniert mit Möbelstoffen und Tapeten gibt es in der Style Library. Model und Tänzerin Sarah Wünsch springt durch die Möbelwelt.

Heimtextil 2019

Schön zu Hause chillen

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Bis Freitag zeigt die Messe Heimtextil für Fachbesucher die neusten Wohntrends.

Wer Lust hat kann sich erst mal in die Wohntrends 2019 hineinschaukeln. Kein Witz. In der Halle 3.0 der diesjährigen Heimtextil auf dem Frankfurter Messegelände ist eine sehr große Schaukel mit angebundenen Decken und Teppichen aufgebaut. Je nachdem wie hoch man schaukelt, verändern sich die Wörter auf der Leinwand hinter einem. „Childish“ also kindisch steht da beispielsweise.

„Es geht darum, dass wir in einer überdynamischen Welt Zuflucht finden können, und auch mal das verspielte Kind rauslassen“, erzählt Shirley Tale, die Trend-Expertin der diesjährigen Heimtextil. Klingt schon fast philosophisch. Es geht aber eigentlich um Wohntrends. Vom heutigen Dienstag bis einschließlich Freitag können ausschließlich Fachbesucher die Messe besuchen.

Toward Utopia, also in „Richtung Utopie“ ist das Motto. Thimo Schwenzfeier, Leiter der Marketingkommunikation, betont: „2019 ist ein Entspannungsjahr.“ Und das sieht man auch am Stand des Ausstellers Hermann Biederlack in der neuen Halle 12. Da gibt es, was man zum immer noch angesagten „Hygge“-Gefühl, also der Gemütlichkeit fürs Zuhause, so braucht. Wie eben Kuscheldecken. „Pastellige Farben, aber auch Schachbrett- und Fischgrät-Muster sind bei Kuscheldecken gerade angesagt“, sagt Holger Steuter, Marketingleiter von Hermann Biederlack. Die Kuscheldecke zum Chillen und Netflixen gibt es ab 29 Euro. „Unsere teuerste kommt von Joop!, ist aber auch aus reinstem Kaschmir und kostet 600 Euro“, so Steuter.

Ein zweites wichtiges Thema sei das „Megathema“ Nachhaltigkeit. „Wir können mit Textilien natürlich nicht die Welt retten, aber zumindest darauf achten, wo die Produkte herkommen und wie nachhaltig sie sind“, sagt Trendexpertin Tale. Eine lustige Idee dazu hängt als Installation in Halle 4.2. Das Wort, das man sich da merken sollte, heißt Furoshiki, Es ist eine alte japanische Tradition: Tücher werden mit Knot-und Falttechnik erst verwendet, um ein Geschenk zu verpacken. „Anschließend kann der Beschenkte die hochwertigen Tücher wiederverwenden beispielsweise als neuen Look für den Lampenschirm“, erzählt Schwenzfeier.

Den coolsten wie chilligsten Look am Körper hat Edward Li. Der australische Designer der Marke „Luxotic“, die in Sydney beheimatet ist. Er trägt schwarzen Kimono zu gelb lackierten Nägeln. Aber auch bei Bettwäsche hat er seinen eigenen Style. „Sehr bunt“, „tropisch“ und „lustig“. So zeigt er auf eine Bettwäsche mit glitzernder Ananas. „Das ist alles handbemalt“, sagt er. 154 Euro kostet das Set. Wer übrigens gerne das gleiche Muster von Kimono und Bettwäsche sucht, findet das bei der niederländischen Marke Essenza Home. In glänzend-seidig mit Vögel- und Blumenmuster. Ab 49 Euro kostet der Kimono, die passende Bettwäsche 59 Euro.

Florale Muster bleiben also weiter angesagt: Diese kann man sich sogar auf Sofas, Fußboden oder am Rolladen aufdrucken lassen. „Die Kunden designen das, was ihnen gefällt am Bildschirm selbst. Die Läden, die mit uns arbeiten, bedrucken das dann“, erzählt Paula Camarasu, Marketingmanagerin von HP Latex Printers. „Wenn man will, kann man sich auch das Bild seines Babys aufs Sofa drucken lassen. Alles ist möglich“, so Camarasu.

Und dann gibt es noch den Trend zurück in die Jahre 1976/77: Zumindest was das Senfgelb des Sofas am Stand der Style Library betrifft. Hier gibt es acht britische Marken. „Wir verkaufen ausschließlich die Stoffe, mit denen die Möbel bezogen werden können“, sagt Charlotte Archer von Style Library. Die günstigeren Marken kosten 30 britische Pfund pro Meter, die teuerste bereits 110 britische Pfund pro Meter.

Vielleicht dann doch lieber ein stylisches wie nachhaltiges Hundebett der Schweizer Marke Laboni? „Viele Hundebetten sind sehr unansehnlich, andere stylish, aber was will ein Hund mit Swarovski-Steinchen?“, sagt Geschäftsführerin Friederike Erhorn. Ab 199 Euro gibt es die trendigen wie bequemen Liegekissen im roten Samt. 699 Euro kostet das Hundebett „Vogue“. „Da passt sogar ein Labarador rein, die schlafen am liebsten eingerollt“, so Erhorn.

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