Von der Warte aus könnte die Bahn künftig weiter fahren.
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Von der Warte aus könnte die Bahn künftig weiter fahren.

Frankfurt-Westend

Schneller auf dem Campus sein

  • Johannes Vetter
    vonJohannes Vetter
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Eine konkrete Planung gibt es zwar noch nicht, aber eine Studie über den potenziellen neuen Verlauf der U-Bahn-Linie 4 liegt vor. Nun berät der Ortsbeirat darüber.

Bis jetzt liegt lediglich eine Potenzialstudie zur Verlängerung der U-Bahnlinie 4 vor. Eine konkrete Planung gibt es noch nicht, auch die Finanzierung des Projekts ist nicht gesichert (die FR berichtete). Im Ortsbeirat 2 werden die beiden in der Studie herausgestellten Varianten für den Trassenausbau dennoch diskutiert. Das Gremium wird sich bei seiner Sitzung am kommenden Montag mit dem Thema befassen.

Auf der Tagesordnung steht dann ein Antrag von Knut Emmert (Bürger für Frankfurt). Er schlägt eine „Hybridlösung“ aus den beiden Vorschlägen vor. Ausgehend von der Variante „Ginnheimer Kurve“ will Emmert, dass der Magistrat prüft, ob die Haltestelle Bundesbank etwas näher in Richtung des Europaturms gebaut werden könnte. Hintergrund der Anregung ist die Hoffnung Emmerts, das Gelände rund um den Turm zu entwickeln. So könne dort beispielsweise ein Freizeitzentrum entstehen, sagt er der FR. Hinzu regt Emmert an, einen Verbindungstunnel zwischen der neuen Trasse und der vorhandenen A-Strecke (U 1, U 2, U 3, U 8) zu graben, um mehr Streckenvarianten zu ermöglichen.

Darüber hinaus will Emmert prüfen lassen, ob die Haltestelle Campus Westend weiter südlich mit einem U-Bahn-Ausgang am Theodor-W.-Adorno-Platz gebaut werden könnte. Damit wäre der zentrale Campusplatz für die Studierenden besser erreichbar, die U-Bahnstation Holzhausenstraße würde stärker entlastet. Dort sorgt sich der Ortsbeirat um die Sicherheit der Studenten, die von der Station Holzhausenstraße zum Campus laufen. Tausende queren täglich die Hansaallee, um zur Uni zu gelangen; vielfach nutzen sie dafür keine Fußgängerampeln. Ein fraktionsübergreifender Antrag, der ebenfalls auf der Tagesordnung für die Sitzung am Montag steht, fordert eine Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Hansaallee.

Ob Ginnheimer Kurve oder Hybridlösung – Gisela Becker, Sprecherin der Bürgerinitiative Grüneburgpark, lehnt alle Varianten mit Tunnelbau unter dem Grüneburgpark ab. Sie fürchtet, dass das unterirdische Bauwerk die Grundwasserströme beeinträchtigen könnte. „Wenn das Grundwasser im Park fehlt, kommt man nicht mehr nach mit dem Gießen“, sagt Becker.

Der Tunnelbau unter dem Park würde „in jedem Fall kompliziert“ werden, sagt Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU). Er präferiert noch keine Variante. Vorerst müssten Fachleute gehört werden. Gemeinsam mit dem Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) wolle er deshalb eine Informationsveranstaltung organisieren. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) werde gerne zu der Veranstaltung kommen, sagt seine Referentin Beate Menger. Zu den Vorschlägen und Befürchtungen im Ortsbezirk will sie sich nicht äußern. Noch gäbe es schließlich keine konkrete Planung.

Der Ortsbeirat 2 tagt am Montag, 7. September, ab 19 Uhr im Saal der katholischen Gemeinde Frauenfrieden, Zeppelinallee 101.

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