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Das größte psychosoziale Beratungszentrum Hessens öffnet in Frankfurt. 

Frankfurt-Dornbusch

Größtes psychosoziales Zentrum Hessens öffnet in Frankfurt

Hessens größtes psychosoziales Zentrum feiert Neueröffnung am Weißen Stein in Frankfurt. 

Nach zweieinhalb Jahren Umbauzeit sind die verschiedenen Beratungseinrichtungen nun unter einem Dach vereint und das evangelische Zentrum am Weißen Stein kann am Freitag seine Neueröffnung feiern. Der moderne Neubau mit hellen Räumen und großen Fenstern ist mit seinen sechs Etagen Hessens größtes psychosoziales Zentrum, dessen kostenlose Angebote sich an jede und jeden richten sollen, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft oder Religion.

Die Hausfassade zeigt Michelangelos „Die Erschaffung Adams“ aus der Sixtinischen Kapelle – die sich beinahe berührenden Finger symbolisierten die „Hoffnung auf Kontakt“, sagt Jürgen Mattis, der den Fachbereich Beratung, Bildung, Jugend im Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach leitet. Denn die Beratung, die im Haus geboten wird, solle die Menschen nicht belehren, sondern im Fokus der ganzen Person bei der Selbstverwirklichung eigener Ziele helfen – und hierbei spielten Kontakt und Kommunikationsprozesse eine sehr wichtige Rolle. Die neue Homepage des Zentrums, die in 13 Sprachen übersetzt wird, sei leider noch nicht fertig. Aber der Neubau sei ein großer Erfolg: „Das Haus ist fast nicht mehr wiederzuerkennen“, so Mattis.

Denn das Architekturbüro habe viel Wert auf die interdisziplinäre Vernetzung und den Austausch unter den verschiedenen Beratungsstellen gelegt, sowie auf die Helligkeit der Zimmer, die trotzdem diskret sein sollen. Der sensiblen Beratungssituation gerecht sind Schalltüren und Sichtschutz an den Räumen angebracht, sowie extra geschultes Übersetzungspersonal vorhanden. Außerdem gebe es größere Tagungsräume für Selbsthilfegruppen und auf allen Etagen barrierefreie Toiletten. Denn zur Beratung kommen ganz verschiedene Menschen in ihren jeweiligen Krisen-, Konflikt- und Übergangssituationen.

Die Leiterin des Arbeitsbereichs Beratung und Therapie, Anja Frank-Ruschitzka, sagt: „Die interne Vernetzung im neuen Haus ist total klasse.“ Das Beratungsangebot habe ein hohes Renommee, Deswegen es gut sei, dort nun alle Stellen zu vereinen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Großunterkünften für Geflüchtete, mit Kindertagesstätten und Schulen, sowie durch Mund-zu-Mund-Propaganda, seien die Beratungsplätze sehr begehrt. So sehr, dass alle Beratungsstellen mit Wartelisten arbeiten müssen. Vor allem der Bedarf an Paar- und Lebensberatung sei enorm gestiegen, sodass Klientinnen und Klienten bis zu drei Monate auf einen Termin warten müssten. Aber in jeder Woche gebe es auch ein Kontingent an freien Terminen für Notfallsituationen. Denn das obere Ziel sei die schnelle, unkomplizierte und „bestmögliche Beratung“, so Frank-Ruschitzka.

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