Wenn es schüttet, muss die Halle geschlossen werden.
+
Wenn es schüttet, muss die Halle geschlossen werden.

Frankfurt-Fechenheim

Bei Schnee und Regen droht Einsturzgefahr

  • vonAlina Leimbach
    schließen

Der Ortsbeirat 11 beschäftigt sich mit der maroden Sporthalle der Heinrich-Kraft-Schule. Das Gebäude aus den 70er Jahren ist stark sanierungsbedürftig. Bei Schneefall droht es einzustürzen.

Das erste Mal turnen geübt, das erste mal einen Korb mit einem Basketball geworfen. Und überhaupt, endlich toben statt nur sitzen. Für viele Kinder ist der Sportunterricht eine willkommene Abwechslung im Schulalltag. Doch immer wenn es Winter wird, geht das in Fechenheim nicht mehr, denn das Dach der Turnhalle der Heinrich-Kraft-Schule (HKS) droht bei Schneefall einzustürzen. „Die Halle ist dringend sanierungsbedürftig“, sagt Schulleiterin Christine Georg und hat sich an den Ortsbeirat gewandt. Der wird sich dem Thema in der Sitzung am kommenden Montag annehmen. Schon starker Regen reicht aus, um die Sporthalle der HKS schließen zu müssen. Das Dach der Halle, die noch aus den 70er Jahren stammt, ist diesen Belastungen nicht mehr gewachsen. Ein Ärger nicht nur für die Schüler der HKS, sondern auch für alle andere, die diese Halle nutzen. Örtliche Vereine sowie die Kinder der Freiligrathschule, der zweitgrößten Grundschule Hessens, trainieren und schwitzen ebenfalls an diesem Ort.

Sanierung nicht absehbar

„Das kann nicht sein für eine Schule, die dazu noch die einzige öffentliche Mittelstufe in dem Stadtteil ist“, erklärt Georg gegenüber der FR. Wäre wenigstens mittelfristig abzusehen, dass ihre Schule drankäme, wäre sie beruhigt, sagt die Schulleiterin. Doch die Heinrich-Kraft-Schule tauche in keinem Sanierungsprogramm der Stadt auf – im Gegensatz zu anderen Schulen aus der gleichen Zeit und mit dem gleichen Statik-Problem. Diese seien teilweise sogar schon saniert worden. „Das sind keine Voraussetzungen, um die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen“, so Georg.

Doch das Dach ist nicht das einzige Problem. 2013 wurde Asbest in der Halle gefunden. In geringfügigen Mengen, die nicht gesundheitsschädlich sind – wenn man genug lüftet. Aber Schulleiterin Georg findet das für eine Schule nicht ausreichend: „Ich will in meine Schule gehen können und zu jeder Zeit wissen ‚Hier ist alles okay für meine Kinder‘“.

Das findet auch die SPD im zuständigen Ortsbeirat. „Stellen Sie sich einmal vor, die Sperrung der Halle wird vergessen, weil irgendwer nicht aufpasst“, sagt Stephan Zilcher (SPD). Gerade wenn immer geklagt werde, dass sich Kinder nicht ausreichend bewegten und das Vereinsleben kränkele, müsse die Stadt in die Infrastruktur investieren. Daher fordert die Fraktion den Magistrat auf, die Dachsanierungen an der Sporthalle der Heinrich-Kraft-Schule unverzüglich durchzuführen. Am besten solle der Asbest in dem Zuge ebenfalls verschwinden, findet Zilcher. Auch andere Fraktionen unterstützen den Antrag. Das bestätigte auf Anfrage zumindest die CDU.

Risikofaktor Glyphosat

Am kommenden Montag wird es außerdem um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat gehen, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Die Grünen wollen von der Stadt wissen, wo in Fechenheim und Seckbach der Unkrautvernichter in der Landwirtschaft und von der Bahn eingesetzt wird. Ein Antrag von der SPD fordert zudem, die verschwundene Gedenkplakette für die deportierten jüdischen Mitbürger am Bahnhof Mainkur wieder anzubringen.

Der Ortsbeirat 11 tagt am Montag, 7. September, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Glaubenskirchengemeinde, Fuldaer Straße 20 (Fechenheim).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare