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Schnaps oder Schokolade im Literaturhaus Frankfurt

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Von: Oliver Teutsch

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Einer der Orte des bundesweit ersten Lesefestivals am Freitag: das Literaturhaus.
Einer der Orte des bundesweit ersten Lesefestivals am Freitag: das Literaturhaus. © Andreas Arnold

Das Literaturhaus lädt am Freitag zu einem bundesweiten Lesefestival ein. In Frankfurt ist die Resonanz besonders gut. Quizfragen zur Auflockerung.

Um das Eis zu brechen, gibt es am Freitagabend im Literaturhaus Schnäpse. Natürlich nur für diejenigen, die sie haben wollen und zuvor eine Quizfrage richtig beantwortet haben. Als Alternative ist auch noch Schokolade zu haben. Was nach Kneipenquiz klingt, ist der Auftakt zu einer neuen Form der Leseförderung, dem Lesefestival. Die Idee: 20 Menschen lesen gemeinsam das gleiche Buch und tauschen sich anschließend mit Autorin oder Autor darüber aus.

Initiator des bundesweit ersten Lesefestivals ist Dorian Steinhoff, der selbst Autor ist und einst als Student in Trier über Poetry Slams den Zugang zu literarischen Veranstaltungen fand. Das Lesefestival kennt er aus den Niederlanden, eine Kostprobe in Frankfurt gab es während der Buchmesse 2016 zu sehen, als die Niederlande und Flandern Gastländer der Messe waren. Steinhoff war begeistert: „Es ist Leseförderung auf eine Weise, wie ich sie noch nicht gekannt habe.“

Ursprünglich sollte das Lesefestival bundesweit zeitgleich in elf deutschen Städten am Welttag des Buchs im April über die Bühne gehen. Die Pandemie war dagegen. Nun gibt es verschiedene Termine. Doch um die Idee eines Festivals zu wahren, finden die drei Frankfurter Treffen alle zeitgleich am Freitag um 19.30 Uhr im Literaturhaus statt.

Der Vorverkauf sei je nach Stadt ganz unterschiedlich verlaufen, verrät Steinhoff: „In Düsseldorf ist alles schwierig, was mit Literatur zu tun hat.“ In Frankfurt nicht. Dort gibt es mit dem Literaturhaus einen starken Kooperationspartner und ein buchmessenerprobtes Publikum. Die Treffen mit Esther Becker (Wie die Gorillas), Katharina Köller (Was ich im Wasser sah) und Shida Bazyar (Drei Kameradinnen) waren recht schnell ausverkauft. Das Literaturhaus hatte zuvor selbst jene drei Wunschautorinnen benannt, darunter mit Becker und Köller zwei Debütantinnen. „Wir sind sehr glücklich mit der Auswahl“, so Kristina Köhler vom Literaturhaus, die am Abend selbst das Treffen mit Köller moderieren wird.

Das jeweils 20-köpfige Publikum bekam im Vorfeld das im Eintrittspreis enthaltene Buch zugeschickt. In einem großen Stuhlkreis darf das Publikum dann Fragen an die Autorin richten oder Gedanken äußern. „Da muss niemand Angst vor einer Proseminaratmosphäre haben“, verspricht Initiator Steinhoff. Zur Auflockerung sollen zunächst Quizfragen zum Inhalt des jeweiligen Buchs gestellt werden.

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