Kommentar

Schlüssige Lösung

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Endlich wagt sich Ina Hartwig beim zentralen Thema der Zukunft der Städtischen Bühnen aus der Deckung. Ihre Lösung könnte sich durchsetzen. Unser Kommentar.

Die Nervosität war Kulturdezernentin Ina Hartwig anzumerken. Endlich wagt sich die Sozialdemokratin beim zentralen Thema der Zukunft der Bühnen aus der Deckung. Und das ist gut so. Denn eigentlich sollte die Kulturdezernentin diese Debatte anführen. Die Lösung, die Michael Guntersdorf, der Leiter der städtischen Stabsstelle Bühnen, skizzierte, klingt durchaus schlüssig. Unter Bewahrung einiger Kernelemente der Theater-Doppelanlage könnte ein neues, modernes Haus entstehen. Und dieses Gebäude könnte als Ergebnis eines internationalen Wettbewerbes architektonisch Zeichen setzen.

Es spricht viel dafür, sich in der Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen auf ein solches Vorgehen zu verständigen. Mehr denn je muss der Magistrat dafür kämpfen, dass die Kommune eine mögliche Investition von 600 Millionen Euro nicht alleine trägt.

Denn die Ausstrahlung von Oper und Schauspiel geht weit über Frankfurt und auch über Hessen hinaus. Der Bund, aber insbesondere das Land, sollten sich deshalb an der Finanzierung der neuen Bühnen beteiligen.

Einige wichtige Fragen sind noch zu beantworten. Es braucht Standorte für das geplante Logistik-Zentrum, aber auch für mindestens eine Interimsbühne. Dieses Interim sollte so beschaffen sein, dass es dauerhaft kulturell genutzt werden kann. Der Zwischenbericht der Stabsstelle Bühnen aber ist vielversprechend.

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