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So könnte der autofreie Mainkai aussehen: Demo im Februar.

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IHK schlägt Alarm

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    Georg Leppert
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Sperrung am Main bleibt umstritten. Das Planungsbüro Albert Speer und Partner verspricht derweil genaue Verkehrszählungen und Bürgerbefragungen.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) sieht die Sperrung des nordmainischen Ufers kritisch. Dabei geht es der Wirtschaftsvertretung nicht nur um diesen Straßenabschnitt. Alexander Theiss, Geschäftsführer für Standortpolitik bei der IHK Frankfurt, beklagt vielmehr „die Vielzahl der angedachten Maßnahmen, die den Autoverkehr in Frankfurt beschränken sollen“.

Beispielhaft nennt Theiss neue Busspuren, abgetrennte Radwege auf Hauptverkehrsstraßen, Pförtnerampeln und jetzt eben die Sperrung am Main. Alle diese Vorhaben „können sich gegenseitig in ihrer blockierenden Wirkung verstärken und die Gesamt-Verkehrssituation auch für Pendler oder den Lieferverkehr erheblich verschlechtern“. Zumal es kein alternatives Angebot für Autofahrer gebe. Der ÖPNV sei jedenfalls nicht attraktiv. Theiss fordert „ein fachlich exaktes Monitoring der Auswirkungen gerade auf den Ausweichstrecken“.

Die FDP-Fraktion im Römer, die zuletzt häufig für die Rechte von Autofahrern kämpfte, hat der Sperrung hingegen zugestimmt. Fraktionschefin Annette Rinn (FDP) betont aber, die Auswirkungen auf andere Strecken, etwa die Berliner Straße, müssten genau beobachtet werden. Sollte es zum Verkehrschaos kommen, dürfe das Ufer nicht dauerhaft gesperrt werden. Prinzipiell mache ein autofreies Mainufer die Innenstadt aber attraktiver.

Das Planungsbüro Albert Speer und Partner verspricht genaue Verkehrszählungen und Bürgerbefragungen. Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) unterstützt das Projekt: „Jetzt ist Kreativität gefragt. Ich hoffe, in einem Jahr werden die Kritiker ebenso überzeugt sein wie seinerzeit bei Freßgass und Hauptwache.“

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