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Polizei im Einsatz. (Symbolbild)

Kriminalität

Frankfurt: Schere in die eigene Brust

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Bei einem Saufgelage geht ein Mann mit einer Schere auf Mitzecher los, dann rammt er sie sich in den eigenen Körper.

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen versuchten Totschlags gegen einen 30 Jahre alten Mann erhoben. Er soll am 30. Juni 2018 bei einem Saufgelage in der Wohnung einer 33 Jahre alten Bekannten auf diese und einen 44 Jahre alten Mitzecher mit einer Schere losgegangen sein. Laut Anklage stach er ohne erkennbaren Grund mit der Schere erst in den linken Unterarm der im Rollstuhl sitzenden Frau, dann in den Oberkörper des Mannes. Anschließend rammte sich der Wüterich die Schere in die eigene Brust und rannte laut Anklage „schreiend aus der Wohnung“. Der Mann ist mehrfach vorbestraft, offenbar hat er die meisten seiner Straftaten im Vollrausch begangen. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass neben Alkohol noch „Cannabis und Stimulanzien“ im Spiel gewesen sein könnten.

Nach der Tat hatte der Mann versucht, zumindest seine Verletzungen dadurch zu erklären, dass ihn ein Offenbacher auf der Straße mit dem Auto überfahren habe – eine reine Schutzbehauptung, wie die Ermittlungen ergaben. Mittlerweile leugnet er jede Tatbeteiligung.

Verhandelt wird vor der 22. Kammer des Landgerichts. Ein Termin für die Verhandlung steht bislang noch nicht fest. 

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