Konsequenzen

Schärfere Regeln für die AWO

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Der AWO-Bundesverband legt als Reaktion auf die Verfehlungen in Frankfurt eine Höchstgrenze für die Gehälter von Spitzenfunktionären fest

In einer außerordentlichen Sitzung und als Reaktion auf die Missstände bei den Kreisverbänden Frankfurt und Wiesbaden hat das Präsidium des Bundesverbands der AWO die internen Vorschriften verschärft. Die Wohlfahrtsorganisation will eine Höchstgrenze für die Vergütung von Geschäftsführern der Wohlfahrtsorganisation festlegen.

Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. In Frankfurt wie in Wiesbaden sollen AWO-Spitzenfunktionäre Hunderttausende von Euro im Jahr verdient haben. Bis Ende des Jahres 2020 will der AWO-Bundesverband die Einkünfte der Geschäftsführungen in einem zentralen „Transparenzregister“ erfassen.

Um die Kontrolle über die hauptamtlichen AWO-Manager zu verbessern, sollen die ehrenamtlichen Aufsichtsgremien gestärkt und besser qualifiziert werden. Der AWO-Bundesverband verspricht, „offen und transparent“ mit allen ermittelnden Stellen und Behörden wie Staatsanwaltschaften, Finanzämtern und Kommunalverwaltungen zusammenzuarbeiten. Alle „Verfehlungen“ wolle man „rückhaltlos aufklären“ und „einer Ahndung zuführen“.

Um die Marke „AWO“ zu schützen, soll deren Nutzung an eine Erlaubnis durch den Bundesvorstand geknüpft und regelmäßig geprüft werden.

Der AWO-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stadler erklärte nach der Sondersitzung des Präsidiums: „Die Vorfälle und Handlungen in der AWO in Frankfurt und Wiesbaden erschüttern die Arbeiterwohlfahrt.“ Die örtlichen Verhältnisse in beiden Kreisverbänden spiegelten nicht die Verbandswirklichkeit in den 30 Landes- und Bezirksverbänden wider. 

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