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Am Zaun des Spielplatzes am Blauen Steg haben die von Kindern gestalteten Dinosaurier eine Heimat gefunden. Enrico Sauda
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Am Zaun des Spielplatzes am Blauen Steg haben die von Kindern gestalteten Dinosaurier eine Heimat gefunden. Enrico Sauda

Rödelheim

Saurier am Blauen Steg

  • VonSabine Schramek
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Kinder und Künstlerin haben einen Dino-Spielplatz in Rödelheim gestaltet

Nase an Nase scheinen sich die beiden riesigen Stegosaurier unterm Herbstlaub fröhlich zu begrüßen. Einer guckt frech grinsend um die Ecke, der andere belegt einen guten Teil des Zauns auf dem Weg vom Spielplatz zum Blauen Steg. „Das sind ja auch richtig gute Freunde“, sagt Delina (10) stolz und zeigt auf bunte Blumen, getupfte Füße und Sternchen an den meterlangen Zaungästen. Gemeinsam mit 14 anderen Hortkindern zwischen sechs und zehn Jahren aus dem Kinderhaus Pusteblume hat Delina die beiden nagelneuen Stegosaurier gemacht.

Echte Stegosaurier haben vor 163 bis 145 Millionen Jahren während der Oberjura-Zeit gelebt und sich hauptsächlich von Pflanzen ernährt. Die Entwicklung der Rödelheimer Spielplatz-Stegosaurier hat zwei Jahre gedauert, obwohl sich die ersten blauen Stegosaurier bereits 2009 an Wänden von Spielgeräten ausgebreitet haben. Quartiersmanagerin Heike Hecker trägt stolz einen Button mit dem Logo des blauen Stegosauriers an ihrer Jacke. „Den hat die Designerin Vivienne Rudolph entwickelt, als der Blaue Steg endlich die alte Holzbrücke ersetzt hatte und wir auf dem Bürgerfest erste Ideen entwickelt haben“, erzählt sie.

Den beiden Dinos sind noch die Augen mit roten Tüchern verbunden. „Die werden gleich mit den Kindern ausgewildert. So viel Zeit muss sein“, meint Hecker. „Im Frühjahr haben wir einen Malwettbewerb gemacht für alle Rödelheimer, die sich neue Stegosaurier ausdenken wollten.“ 160 Leute zwischen zwei und 78 Jahren haben mitgemacht. Die Bilder haben die Schaufenster vom Stadtteilbüro in der Westerbacher Straße geschmückt. „Wegen Corona hat sich alles richtig lange hingezogen“, erzählt sie. „Eigentlich wollten wir die besten 50 Bilder auszeichnen, aber alle waren so toll, dass jeder Teilnehmer mit einem Stegosaurus-Eisbecher ausgezeichnet wurde.“

Inspiriert von den vielen bunten Bildern hat die Künstlerin Nicole Wächter, die auch schon das Gärtnerhaus im Günthersburgpark, die Säulen in der U-Bahn-Station Dornbusch und die Wände eines Gebäudes in den Wertstoffhöfen der FES gestaltet hat, zwei riesige Dinos entworfen, die jetzt ausgesägt und kunterbunt bemalt den Zaun am Spielplatz schmücken.

Ortvorsteher Johannes Lauterwald (SPD) lobt die fröhlichen neuen Bewohner auf dem Spielplatz. „Farbe im Stadtteil ist einfach toll, und wenn Kinder ihren Stadtteil mitgestalten, ist das Ergebnis einfach wunderbar.“

Fußgänger grinsen, wenn sie die Dinos, die die Kinder heimlich in „Blümchen“ und „Sternchen“ getauft haben, sehen. Jeder bleibt stehen, um die beiden zu begutachten. Vergessen ist die lange Zeit des Ausbrütens der Kunstwerke. Die Kleinen toben ausgelassen über den Spielplatz und dürfen Tütchen voller Dino-Fruchtgummis und Schokoküssen mit einer fast historischen Wurfmaschine fangen.

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