Flugverkehr

Saubere Luft und weniger Feinstaub in Frankfurt

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Geringerer Flugverkehr wirkt sich positiv auf die Luftqualität im Rhein-Main-Gebiet aus. Auch auf den Straßen ist deutlich weniger los.

Dass auf dem Frankfurter Flughafen wegen der Corona-Pandemie nur noch ein Bruchteil der üblichen Starts und Landungen stattfindet, sorgt nicht nur für deutlich weniger Fluglärm, es hat auch positive Auswirkungen auf die Luftqualität im Rhein-Main-Gebiet.

An der Luftmessstation in Raunheim würden derzeit etwa 40 Prozent niedrigere Konzentrationen an Ultrafeinstaubpartikeln gemessen als bei gleichen Windbedingungen bei Normalbetrieb des Airports, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit.

Deutlich niedriger sind den Angaben zufolge auch die Werte für Stickoxid, die an den über 60 Messstellen in ganz Hessen registriert werden. Sie liegen laut HLNUG ebenfalls um durchschnittlich gut 40 Prozent unter den üblicherweise gemessenen Konzentrationen. Diese Reduktion sei auf den geringeren Autoverkehr auf den Straßen zurückzuführen, teilt das Landesamt mit. Die geringeren Schadstoffkonzentrationen führten zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität.

Aktuell sind wegen der Corona-Krise nur noch etwa halb so viele Fahrzeuge auf Hessens Straßen unterwegs. Die Zahl der Starts und Landungen auf dem Frankfurter Flughafen macht weniger als ein Fünftel der sonst üblichen Flugbewegungen aus.

Der positive Effekt bei der Luftqualität ist nach Angaben der Experten ein temporäres Phänomen und steht im direkten Zusammenhang mit der Corona-Krise. Bei der Bewertung langfristiger Maßnahmen nach Luftreinhalteplänen könne er deshalb keine Rolle spielen. 

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