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Sanierung der Otto-Hahn-Schule verzögert sich

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Die Stadt muss den Auftrag neu ausschreiben. Die Schulleitung hofft auf eine Erweiterung der Containeranlage.

Die schrittweise Sanierung der Otto-Hahn-Schule im Urseler Weg 27 ist schon seit langem geplant. Doch verzögern sich die zwingend notwendigen Arbeiten immer wieder, beklagen Schulleiterin Birgit Haake und Andrea Herschbach, Vorsitzende des Elternbeirats der Schule, gegenüber dem zuständigen Ortsbeirat 15. Denn einer der größten Schulen der Stadt mangelt es vor allem an ausreichend Platz (die FR berichtete).

So berichtete Schulleiterin Haake in der Sitzung der Stadtteilpolitiker, dass der Gesamtschule aktuell 20 Klassenräume fehlen und sich dieses Problem nur durch aufwendiges und flexibles Platzmanagement lösen lässt. Etwa indem kurzfristig freiwerdende Klassenräume, deren Klassen sich im Sportunterricht befinden, in dieser Zeit für anderen Unterricht genutzt werden.

Der in der Sitzung ebenfalls anwesende Baudezernent Jan Schneider (CDU) weiß um den akuten Raumbedarf der Kooperativen Gesamtschule und bezeichnete die bauliche Situation als „speziell“.

Als Grund für die erneuten Verzögerungen der Sanierungsarbeiten erklärte er, dass „uns leider kurzfristig die Architekten abgesagt haben“. Daher musste das Projekt neu ausgeschrieben werden, sodass laut Schneider mit einem Beginn der Sanierungsarbeiten für den Gebäudeteil B erst Anfang 2021 zu rechnen sei. Für die Auslagerung der Gebäudeteile A und D während der Sanierungsarbeiten soll hingegen Ende des kommenden Jahres eine entsprechende Containeranlage errichtet werden.

Cafeteria hat nur 60 Plätze

Auf Vorschlag von Schulleitung und Elternbeirat sagte Schneider zu, sich noch vor den Sommerferien persönlich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Gemeinsam mit dem Nieder-Eschbacher Ortsbeirat soll dann bei einer Ortsbegehung der Otto-Hahn-Schule eine Übergangslösung gefunden werden. Davon erwarten sich Haake und Herschbach die Erweiterung der bereits bestehenden Containeranlage um mindestens zwei Klassenräume für den Gymnasialzweig sowie die Schaffung von „dringend notwendigen Differenzierungsräumen im Hinblick auf die Inklusion“, wie Herschbach gegenüber der Frankfurter Rundschau betont.

Durch die Erweiterung auf Ganztagsunterricht sowie das Anwachsen der vormals dreizügigen Oberstufe auf fünf Züge besuchen mittlerweile 1350 Schüler die Otto-Hahn-Schule. Daher besitzt auch die Erweiterung der bestehenden Cafeteria, die derzeit lediglich 60 Plätze umfasst, für Birgit Haake und Andrea Herschbach eine besondere Dringlichkeit.

„Auch wenn wir uns natürlich einen anderen Baufortschritt gewünscht haben“, bezeichnet Schulleiterin Haake die angekündigte Zusammenarbeit von Ortsbeirat und Baudezernent im Nachgang der Gremiumssitzung als „vielversprechend“. Seitens des Ortsbeirats wünschen die Stadtteilpolitiker zudem eine schnelle Sanierung der alten Turnhalle der Gesamtschule.

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