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Saisonstart der Galerien in Frankfurt

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Von: Florian Leclerc

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Anita Beckers in der Galerie in der Braubachstraße 9 vor einem Aquarell von Anke Röhrscheid. Foto: Monika Müller
Anita Beckers in der Galerie in der Braubachstraße 9 vor einem Aquarell von Anke Röhrscheid. Foto: Monika Müller © Monika Müller

Der Saisonstart der Galerien ist am Wochenende von 9. bis 11. September. Mehr als 50 Veranstaltungsorte machen mit. Man kann Führungen buchen.

In der Galerie Anita Beckers in der Braubachstraße 9 hängen großformatige Aquarelle in monochromem Blau, die unweigerlich an Yves Klein denken lassen. Die Frankfurter Künstlerin und Städelschul-Absolventin Anke Röhrscheid sei zunächst mit ihren großformatigen, roten Aquarellen bekannt geworden, erzählt die Galeristin Anita Beckers.

Nun habe Anke Röhrscheid Blau gewählt, das Aquarellpapier bemalt und dann mit einem nassen Pinsel Farbe abgetragen. So entstanden Figuren, die assoziativ an Fusseln auf dem Teppichboden oder, größer gedacht, an Staubpartikel in den Weiten des Kosmos erinnern.

Beim Saisonstart am Wochenende von 9. bis 11. September zeigen etwa 50 Frankfurter Galerien und Kunstorte die Arbeiten zahlreicher Künstlerinnen und Künstler. Im vergangenen Jahr nahmen laut Veranstalter gut 10 000 Besucherinnen und Besucher an der Kunstschau teil. Sie erstreckt sich über die Altstadt, die Innenstadt, das Bahnhofsviertel, Sachsenhausen, Westend und Ostend.

„Die Galerien sind offen“

Professionalisiert wurde die Öffentlichkeitsarbeit für den Saisonstart der Galerien von der „The Frankfurt Art Experience“, die von der Agentur Urban Media Project umgesetzt wird. Die Agentur hat unter anderem eine faltbare Karte drucken lassen, auf der die Veranstaltungsorte zu sehen sind. Sie bietet auch Führungen durch Stadtteile an, bei den die Guides mit den Besucherinnen und Besuchern in die Galerien gehen. Die Führungen kosten zehn Euro beziehungsweise sechs Euro ermäßigt.

In den vergangenen Jahren gab es Gesprächsreihen in der Großen Eschenheimer Straße 18, die in diesem Jahr nicht stattfinden. Dafür sind den Angaben zufolge weitere Veranstaltungen nach dem Saisonstart geplant. Die Stadt bezuschusst das Format mit 50 000 Euro, welche die Koalition per Etatantrag bereit gestellt hat. Das Geld fließt den Angaben zufolge in die Medienarbeit, also Flyer, Fotos, Faltkarten. Nichtkommerzielle Veranstaltungen gibt es nicht.

Dass kein Geld direkt an die Galerien fließt, sehen die Galeristinnen Anita Beckers und Barbara von Stechow nicht als Problem. Vielmehr sei die Arbeit einer Geschäftsstelle von der vormaligen Interessengemeinschaft (IG) der Frankfurter Galerien nicht zu leisten gewesen, sagt Beckers.

„Die Galerien sind offen, und der Eintritt kostet nichts“, sagte sie. Sie warb dafür, die Schwellenangst zu überwinden. Niemand, der in die Galerie komme, müsse ein Verkaufsgespräch erwarten.

Draußen, vor der Galerie Anita Beckers, stehen einige Pflanzen und Sitzmöglichkeiten. Dort kann man auch nichtkommerziell verweilen.

Führungen buchen: frankfurtexperience.art/walks

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