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Was für Farben! Susanne Wurlitzers „Im Garten 31“ von 2020, zu sehen bei der Frankfurter Galerie Leuenroth. Galerie Leuenroth
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Was für Farben! Susanne Wurlitzers „Im Garten 31“ von 2020, zu sehen bei der Frankfurter Galerie Leuenroth. Galerie Leuenroth

Neue Kunst in Frankfurt

Saisonstart der Frankfurter Galerien

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Die Frankfurter Galerien starten am 3. September gemeinsam in die Saison - und haben wieder einiges zu bieten.

Frankfurt ist eine Kunststadt – das passt vielleicht nicht ins Klischee von Kriminalität und Kapital, doch das Angebot der Museen kann dem Vergleich mit weit größeren Metropolen durchaus standhalten. Und auch private Kunstgalerien gibt es hier in Fülle, manche ganz klein und auf den regionalen Markt beschränkt, andere mit internationaler Kundschaft und großen Namen.

Wie enorm das Angebot nicht nur im Galerienviertel rund um Fahrgasse und Braubachstraße ist, lässt sich besonders eindrucksvoll beim Saisonstart, „The Frankfurt Art Experience“, am kommenden Wochenende erleben. Es kostet keinen Eintritt – bis auf die geführten Touren und den „Showroom“ im ehemaligen Kaufhaus Sportarena an der Hauptwache –, und das meiste, was die Galerien zeigen, kann man bei Gefallen auch kaufen.

„Viele Leute haben doch immer noch Schwellenangst. Das hoffen wir zu überwinden“, sagt die Galeristin Heike Strelow, die ihre Räume in der Langen Straße 31 hat und eine der Sprecherinnen der Interessengemeinschaft der Galerien in Frankfurt ist. Sie zeigt die Ausstellung „Harter Durchlass“ des Künstlerduos Winter/Hoerbelt, unter anderem mit einer Schaukel und einem Gitterpavillon. Der ist recht klein, da wird man – wie überall beim Galerienrundgang – auf Abstand achten müssen. Frankfurt hat inzwischen wieder eine Inzidenz über 100, Veranstaltungen dürfen deshalb nicht mehr sehr groß sein. „Da ist unser dezentrales Format gradezu ideal“, sagt die Galeristin.

Erstmals muss Strelow, wie auch ihre Kolleg:innen, Impfzertifikate und Corona-Tests am Eingang überprüfen. „Aber wir wollen ja keinen neuen Lockdown, da ist das schon sinnvoll“, sagt sie. Nach Strelows Eindruck sind die Frankfurter Kunsthäuser bisher gut durch die Corona-Zeiten gekommen. Das zu Beginn von manchen befürchtete große Sterben blieb aus. Kolleginnen und Kollegen verkauften inzwischen verstärkt online. „Das wird intensiv genutzt. Für mich zum Beispiel ist Instagram da ganz wichtig geworden“, sagt sie.

Auch das Interesse der Sammlerinnen und Sammler habe nicht nachgelassen, im Gegenteil. „Ich glaube, man hat in den letzten anderthalb Jahren mehr Zeit gehabt, um sich umzuschauen. In dieser langen Zeit des Lockdowns hat man so eine Sehnsucht nach Kunst entwickelt. Da haben viele gemerkt, wie wichtig Kultur für uns ist.“

Ein Blick auf den Faltplan, der kostenlos ausliegt, lässt ahnen, was Besucherinnen und Besucher bei einer Tour am Wochenende so alles sehen können (übrigens nicht nur am Wochenende, alle Galerien haben ja ein regelmäßiges Programm, und auch längst nicht nur in der Innenstadt). Die meisten ausgestellten Skulpturen, Zeichnungen, Ölbilder und Installationen kommen direkt aus den Ateliers, doch es gibt auch Ausnahmen. So zeigt die Galerie von Miller in der Braubachstraße 33 die berühmten klassischen weißen Masken aus dem westafrikanischen Gabun, die schon vor mehr als 100 Jahren Picasso und die deutschen Expressionisten begeisterten.

Wer einen Spaziergang von Galerie zu Galerie unternimmt, kann dort Stempel sammeln. Erstmals bietet die „Art Experience“ nach einer Idee der Galeristen Peter Sillem und Kai Middendorff eine Rallye an, an deren Ende Kataloge, originale Druckgrafiken und Fotografien zu gewinnen sind.

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