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Mareike, Anton und Janne (v.l.) stellen nachhaltige Schulhefte vor.

Sachsenhausen

Sachsenhausen: Schüler als Energiedetektive

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Frankfurter Schulen sparen 3 300 Tonnen CO2 im Jahr ein.

Der Kampf gegen den Klimawandel wird auch in Frankfurts Schulen immer präsenter. Nicht nur die Schüler setzten sich für umfassenden Klimaschutz ein, auch die Schulen selbst haben mittlerweile eine Reihe von Maßnahmen imitiert, um den Energieverbrauch in den Gebäuden zu senken.

So konnten im Rahmen des Projektes „Erfolgsbeteiligung für Energie- und Wassereinsparungen“ die Schulen ihre CO2-Emissionen im Jahr 2018 um insgesamt 3300 Tonnen reduzieren. Dabei wurden Energie- und Wasserkosten von über einer Millionen Euro eingespart. 98 Schulen aus Frankfurt wurden am Dienstag für ihr Engagement für den Klimaschutz gewürdigt.

Um die Energiebilanz zu verbessern, wurden technische und pädagogische Maßnahmen in den Schulen entwickelt. Vor allem die Schüler stehen hierbei im Fokus. Als Energiedetektive suchen sie gemeinsam mit Hausmeistern und Lehrern nach Möglichkeiten, Energie im Schulalltag einzusparen oder das Thema Nachhaltigkeit für die Mitschüler präsenter zu machen. Unterstützt wurden sie dabei vom Bauamt der Stadt

Mareike, Janne, Anton und Jonathan sind Mitglieder im Nachhaltigkeitsausschuss der Schülervertretung der Carl-Schurz-Schule. Den Ausschuss gibt es erst seit einem Jahr, aber die Schüler haben sich schon vorher für Klimaschutz engagiert. „Wir haben uns in unserer freien Zeit getroffen, in der Mittagspause zum Beispiel, und darüber diskutiert, was man tun könnte“, erzählt Anton, der stellvertretender Schulsprecher ist. Mittlerweile hat der Ausschuss zusammen mit der AG für Nachhaltigkeit eine Menge Projekte zum Thema Klimaschutz initiiert.

So werden in der Pause nachhaltig und regional hergestellte Hefte verkauft, ganz ohne Plastik. Auch Mülltrennung und Recycling in der Schule wurde von den Schülern vorangetrieben. Regelmäßig drehen die Schüler Videos, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.

Videos über Nachhaltigkeit

„Wir wollen zeigen, was jeder von uns tun kann, um nachhaltiger zu leben“, erzählt Janne von der Schülervertretung. “Wir haben zum Beispiel ein Video über Mikroplastik gedreht und gezeigt, wo man überall Plastik sparen kann.“ Die Videos werden später unter dem Hashtag #faces4change auf Instagram hochgeladen. Die Reaktionen sind laut den Schülern positiv. „Die Videos kommen gut an“, erzählt die 14-Jährige. „Auch wenn es einzelne negative Kommentare gibt.“

Von dem durch das Projekt eingesparten Geld dürfen die Schulen die Hälfte behalten. Der Rest geht an die Stadt und soll in bauliche Maßnahmen zur Energieeffizenz investiert werden.

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