Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hässliche Leerstände verderben dem Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße, Torsten Schiller, die Laune.
+
Hässliche Leerstände verderben dem Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße, Torsten Schiller, die Laune.

Sachsenhausen

Zu langer Leerstand auf der Schweizer Straße

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße kämpft dafür, dass die Sachsenhäuser Einkaufsmeile attraktiv bleibt. Die geplante Umgestaltung verfolgen viele Gewerbtreibende und Ladenbesitzer:innen mit Skepsis.

Vor den Glastüren des früheren Teeladens Eilles stehen Verkehrsbaken, seit längerem hängt dort ein Schild, das auf Ladenvermietung hinweist. Nebenan in die ehemalige Boutique Lemli ist nach eineinhalb Jahre vor kurzem Tschibo umgezogen. Dafür steht die alte Filiale leer. „Keiner weiß, was dort reinkommt“, ärgert sich der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße (AGS), Torsten Schiller. Zu oft stünden Läden an begehrten Standorten lange leer. Das liege an den hohen Mieten. „Wir appellieren an die Hausbesitzer, die Mieten nicht ins Unbezahlbare steigen zu lassen.“

Der Leerstand drohe, die Straße unattraktiv zu machen. Dass dort einiges zu verbessern ist, mahnt die AGS schon lange an. Als erstes sollten überflüssige Verkehrsschilder weg und die Blumenkübel, die niemand pflegt, hat Schiller schon oft gefordert. Die Diskussion um die Umgestaltung der Straße verfolgen Ladenbesitzer:innen mit Skepsis. „Ich würde mir wünschen, dass nicht erst in drei Jahren, sondern kurzfristig etwas getan wird, um die Straße zu verschönern“, so Schiller.

Die Aktionsgemeinschaft versucht, selbst gegenzusteuern. In die Weihnachtsbeleuchtung von Platz und Straße zahlten die Mitglieder freiwillig jedes Jahr aufs neue ein. Seit Adventsbeginn erstrahlen erstmals auch einige Fassaden durch Lichterketten. „Die Straße bietet an Geschäften alles, was man braucht.“ Nur fehle es an Flair, „und wir haben zu viele Autos hier“, sagt Schiller.

Die in der Studie vorgestellte Idee, eine Straßenbahnhaltestelle auf dem Schweizer Platz zu errichten, könnte ein Gutes mit sich bringen: Dann müssten Autos hinter der Tram herfahren. Die vorgesehene 40 Meter lange Haltestelle sieht Schiller skeptisch. „Möglicherweise verändert sie das Gesicht des Schweizer Platzes und verschandelt den eigentlich schönen Platz“.

Um möglichst alle Gewerbetreibende und Hauseigentümer:innen ins Boot zu holen und die Ergebnisse der Studie noch einmal gemeinsam anzuschauen, will die Aktionsgemeinschaft für die zweiten Januarhälfte zu einem Treffen einladen, so Schiller. Viele Geschäftsinhaber kennten die Pläne noch nicht, auch, da nicht alle an der Vorstellung im Dezember teilnehmen konnten.

Dort wurde auch über die breiteren Radfahrstreifen diskutiert, die auf beiden Straßenseiten geplant sind. Die AGS sieht sie kritisch. „Die Gefahr besteht, dass die Fahrrad- und Rollerfahrer diese Radstreifen zur Rennstrecke machen werden“, so Schiller. „Schon jetzt müssen Fußgänger sich ja eher vor Radfahrern als vor Autofahrern in Acht nehmen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare