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Früher war der Adlhochplatz belebt, heute verweilt dort niemand mehr: Die Sitzbänke sind seit zwei Jahren weg. Foto: Michael faust
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Früher war der Adlhochplatz belebt, heute verweilt dort niemand mehr: Die Sitzbänke sind seit zwei Jahren weg.

Sachsenhausen

Zahlen zur Ruhestörung

  • vonStefanie Wehr
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Ortsbeirat will wissen, wie viele Beschwerden es zum Adlhochplatz gibt. Noch immer wird darüber diskutiert, ob die Bänke wieder montiert werden sollen.

Ob man die Sitzbänke auf dem Adlhochplatz haben will oder nicht, ist Ansichtssache“, fasst Uwe Schulz mitten in der Diskussion auf der letzten Sitzung des Ortsbeirats 5 in dieser Legislaturperiode zusammen. Wahrlich gehen die Meinungen der verschiedenen Fraktionen darüber, ob es sinnvoll ist, den Platz weiterhin ohne Bänke zu belassen, im Grundsatz weit auseinander.

Um eine neue Diskussionsgrundlage zu schaffen, soll die Stadt jetzt Zahlen liefern: „Wie viele Beschwerden über Ruhestörungen gingen bei der Polizei in den Jahren 2017, 2018, 2019 und 2020 ein?“. Auf diese Anfrage konnten sich alle Parteien am Schluss einigen. Ein Antrag der SPD hingegen, der nach den Kriterien dessen fragte, wann die Erprobungsphase ohne Bänke vorbei ist, wurde von der Mehrheit abgelehnt. Zur Erinnerung: Die Bänke waren auf Beschluss des Ortsbeirats im Frühjahr 2019 abgebaut worden, weil nachts auf dem Platz regelmäßig Partygänger:innen Lärm machten.

Das Interesse der Anwohner:innen, die sich gestört fühlen, überwiege das Interesse der Menschen, die tagsüber gern dort sitzen würden, sagte Reinhard Klapproth (Grüne). „Dennoch sollten wir die mobile Bestuhlung hinbekommen.“ Cornelia Bensinger von den Freien Wählern schlug vor, dass Sitzbänke konstruiert werden sollen, „die abends ihre Form verändern, so dass man nicht mehr darauf sitzen kann“.

Die mobile Bestuhlung sei schon verworfen worden, da weder der Kiosk noch das Café am Platz bereit gewesen seien, sich um die Stühle zu kümmern, entgegnete Jan Binger (SPD). Dies nochmals aufzubringen, diene der Koalition aus FDP, Grünen und CDU nur dazu, Zeit zu gewinnen. „Seit die Bänke weg sind, ist der Platz verwaist“, sagte Binger. Der FDP, treibende Kraft hinter dem Abbau der Bänke, warf Binger vor, dass sie das Thema ad acta gelegt habe und den Platz sich selbst überlasse: „Sie haben keine Initiative mehr gezeigt, auch der neue Antrag kam erst, als wir das Thema aufbrachten.“

Das wollte Florian Reineking, der aus der FDP ausgetreten und nur noch stilles Mitglied im Gremium ist, nicht auf sich sitzen lassen: „Kein Thema hat so viel Bürgerbeteiligung erfahren wie dieses. Wir, die FDP, haben hunderte Anwohner befragt, was sie wünschen.“ Man müsse aber die Stadtgesellschaft fragen, und nicht nur die Menschen vor Ort, entgegnete Binger. Als die Bänke entfernt wurden, hätten sich Initiativen dagegen gegründet und Unterschriften wurden gesammelt. „Um es klarzustellen: Auch wir wollen, dass nachts dort Ruhe herrscht. Etwa könnten Streetworker geschickt werden, die auf die Jugendlichen eingehen.“

Das Thema dürfte den neu konstituierten Ortsbeirat nach der Wahl weiterhin beschäftigen.

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