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Neustart im Yachtklub

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Yachtklub in Sachsenhausen ohne Hans Romanov

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Der schwimmende Klub startet in die neue Saison und zwar ohne sein bekanntes Gesicht Hans Romanov. Das Programm soll alternativ bleiben. 

Alles wie immer und irgendwie doch nicht: Pünktlich zum frühlingshaften Wochenende legt der Yachtklub am Freitagabend ab 21 Uhr wieder an bekannter Stelle am Sachsenhäuser Ufer mit einer großen Eröffnungsparty an. Der schwimmende Klub an der Alten Brücke geht aber zum ersten Mal in seiner Geschichte ohne sein bekanntes Gesicht, den bekannten Klubmacher Hans Romanov, an den Start. Ende 2018 war öffentlich geworden, dass der 61-Jährige nicht mehr Miteigentümer des Yachtklubs ist.

Während Romanov selbst gegenüber der FR betonte, er sei rausgekickt worden und es habe Uneinigkeiten gegeben, sagt Klaus Unkelbach, einer der vier verbleibenden Yachtklub-Eigentümer auf Nachfrage: „Hans hat freiwillig entschieden, die Yachtklub GmbH zu verlassen. Er wollte mehr Geld, aber unser Sparschwein war leer, und wir konnten seine Forderungen nicht erfüllen.“ Romanov sagt hingegen: „Ich habe seit Ende 2017 keinen Cent mehr bekommen.“

Nun macht jeder eben seine eigenen Partyveranstaltungen, könnte man meinen. Aber noch gibt es großen Streit um den Namen. Romanov plant, in Offenbach auf dem Schiff Backschaft seine Veranstaltungen unter dem Namen Yachtklub fortzusetzen. Aber er musste diese Idee erstmal auf Eis legen. Er habe sich den Namen „Yachtklub“ als Marke eintragen lassen, sagt er. Aber Unkelbach sagt, das stimme nicht: „Und wir wollen Hans keine Steine in den Weg legen, aber wir müssen den Namen unserer Yachtklub GmbH aus Wettbewerbsgründen verteidigen. Deswegen haben wir auch beim Landgericht Frankfurt eine Einstweilige Verfügung erwirkt, dass Hans seine Veranstaltungen unter einem anderen Namen als Yachtklub stattfinden lassen muss“, so Unkelbach.

Am 17. April geht der Streit um den Namen vor dem Landgericht weiter, so Romanov. Er betont: „Bis dahin mache ich mit meinen anderen Veranstaltungen wie dem Eros 49 im Bahnhofsviertel weiter. Und falls das Gericht gegen mich entscheiden sollte, finde ich einen anderen schönen Namen für den Klub auf der Backschaft.“ Und zudem, so verrät er am Schluss: „Es ergeben sich gerade noch andere Projekte am Fluss.“

Derweil soll das Musikprogramm auf dem Yachtklub am Sachsenhäuser Ufer „alternativ, jenseits der Kommerzschiene bleiben“, betont Unkelbach. „Neu sind unsere monatlichen Literaturveranstaltungen.“ Jeweils drei Autoren unabhängiger Frankfurter Verlage präsentieren ihre Werke, und zwar zu frankfurtspezifischen Themen. Außerdem soll es in der neuen Saison mehr Swing- und Tangoabende geben. „Das mag unser Publikum sehr gerne.“ Neu sei zudem ein neues Format mit Britpop der späten 70er und Anfang 80er Jahre. „Musik, die uns einfach Spaß macht“, sagt Unkelbach.

Die neue Saison im Überblick

Yachtklub, Sachsenhäuser Ufer, Höhe Alte Brücke. Die Opening Party ist am Freitag ab 21 Uhr mit den Freebase-Jungs und DJ Alex Antonakis. Am Samstag ab 22 Uhr gestalten MC Dressla und seine Freunde mit Reggae, Dub und Dancehall den Abend.

Jeden ersten Dienstag im Monat soll es den elektronischen Salon geben. Am 17. Mai gibt es einen Abend mit Balkan-Beat-Musiker Shantel.

Nachmittags kann man sich an Deck sonnen und Tapas und Kuchen genießen. Auch Flohmärkte sind geplant.

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags : 14 bis 24 Uhr, freitags und samstags : 14 bis 4 Uhr, sonntags : 14 bis 22 Uhr.  www.yachtklub.de

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