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Ein Parkplatz für Wohnmobile wird gesucht.
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Ein Parkplatz für Wohnmobile wird gesucht.

Frankfurter Süden

Wohnmobile parken

  • VonSebastian Theuner
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Süden Der Ortsbeirat 5 setzt sich für einen festen Standort ein.

Wohnmobile, die tage- oder wochenlang öffentliche Parkplätze besetzen und damit den ohnehin knappen Parkraum weiter begrenzen: Aus Sicht der CDU-Fraktion des Ortsbeirats 5 ein Problem. Sie wünscht sich im Frankfurter Süden einen Parkplatz ausschließlich für Wohnmobile. Ein entsprechender Antrag wurde am Freitagabend auf der Sitzung des Ortsbeirats 5 im Saalbau des Südbahnhofs diskutiert.

Regelmäßig gebe es „Beschwerden aus der Bevölkerung über Wohnmobile, die über lange Zeiträume den öffentlichen Parkraum in Anspruch nehmen“, heißt es in dem vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Martin-Benedikt Schäfer eingebrachten Papier. Es gebe einen „Mangel an Parkplätzen in Wohngebieten“, ergänzte Schäfer auf der Sitzung. Mehrere Städte würden bereits eigene Parkplätze für Wohnmobile ausweisen, um die Fahrzeuge aus den Siedlungen rauszuhalten.

Offiziell ist das Parken von Wohnmobilen und Caravans am Straßenrand oder auf Parkplätzen laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) erlaubt. Einschränkungen gelten oft erst dann, wenn das Fahrzeug mehr als 7,5 Tonnen wiegt.

Uwe Schulz (FDP) unterstützte den Antrag der CDU und verwies auf die Situation im Ziegelhüttenweg: rechts wie links würden dort manchmal Wohnmobile stehen. „Sie besetzen die normalen Parkplätze, das ist nicht zielführend.“ Ein eigens für Camper vorgesehener Parkplatz wäre daher „nicht schlecht“.

Doch wäre die Schaffung einer solchen Fläche zum Nachteil anderer Verkehrsteilnehmenden? Das befürchtet die Fraktion der Grünen. „Wir haben ohnehin einen knappen Parkraum“ sagte Sophie Gneisenau-Kempfert, „diesen Raum sollten wir lieber Fußgängern oder Radfahrern überlassen.“ Weshalb ausgerechnet für Wohnmobile eine zusätzliche Parkmöglichkeit geschaffen werden solle, sei nicht schlüssig.

Dem entgegnete Antragsteller Schäfer, dass man durch den Vorschlag gerade für Fußgänger mehr Platz schaffen wolle. Reinhard Klapproth (Grüne) sah es wie seine Parteikollegin; der Antrag ziele darauf, dass Wohnwagen einfach abgestellt werden könnten. „Wenn sie jedoch irgendwo in der Prärie stehen, gibt es auch ein Sicherheitsproblem, weil sie dann aufgebrochen werden können.“ Auch Knut Dörfel (Linke) stand dem Vorschlag skeptisch gegenüber. „Warum braucht es eine extra Regel für Wohnmobile?“, fragte er und merkte an, dass ihm die „Zielrichtung“ des Antrages „nicht ganz klar“ sei. Schließlich dürften Wohnwagenbesitzer auf freien Parkflächen doch ohne Weiteres parken. In dieser Form sei der Vorschlag „nicht griffig“, so Dörfel.

Es gehe darum, „ein Angebot zu schaffen für all diejenigen Halter, die einen Platz für ihr Wohnmobil suchen“, untermauerte Jan Binger (SPD) das Anliegen der Vorlage – „das ist das Ziel“. Der Antrag erhielt vom Ortsbeirat die Zustimmung, einzig die Fraktionen der Grünen und der Linken votierten dagegen. Über das weitere Vorgehen entscheidet nun der Magistrat.

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